Visselhöveder Ortsverband beteiligt sich am Deichbrand-Festival

Lautstarker Einsatz für die Johanniter

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Der Visselhöveder Ortsverband der Johanniter ist mit 15 Ehrenamtlichen zum zweiten Mal beim Deichbrand-Festival dabei.

Visselhövede - Von Matthias Röhrs. Wenn am Wochenende mehr als 40.000 Musikfans beim Deichbrand-Festival in Nordholz bei Cuxhaven ihre Lieblingsbands feiern, ist auch eine Delegation der Visselhöveder Johanniter mit dabei. Allerdings nicht als „Rocker“, sondern als Retter.

15 Ehrenamtliche fahren in diesem Jahr mit an die Nordsee. Von Donnerstag bis Sonntag sind sie Teil des 400 Köpfe starken medizinischen Apparats rund um das Festival. Aus ganz Deutschland reisen die Sanitäter zum Festival. „Ihr rockt. Wir retten“ – dieses Motto haben sich die Johanniter des Ortsverbandes aus der Vissel-Stadt auf die Fahnen geschrieben.

Wirklich nur des Rettens wegen kommt auch Nicole Raddatz, die Visselhöveder Ortsbeauftragte, mit. „Meine Musik ist das nicht. Vielleicht schauen sich einige Jüngere von uns das eine oder andere Konzert an“, sagt sie. Die Hauptaufgabe der Sanitäter wurde ihnen schon mitgeteilt. „Wir betreiben an der Hauptbühne mit weiteren Kräften eine Unfallhilfsstelle. Wir sind somit ganz nah am Geschehen und können schnell eingreifen, wenn Festivalbesucher Hilfe brauchen“, berichtet Raddatz.

Der Einsatz bei einem Festival dieser Größe sei eine besondere Herausforderung. „Der Verlauf einer Veranstaltung kann nie genau vorher gesagt werden. Zum Beispiel kann das Wetter Einfluss darauf haben, dass sich die Gesamtlage ändert“, so die Ortsbeauftragte. „Aber wir sind es gewohnt, uns schnell auf wechselnde Anforderungen einzustellen.“ Hitze, Kreislauf und Alkohol werden ihrer Einschätzung nach die meisten ihrer Einsätze ausmachen.

Zugute kommt den Visselhövedern die Erfahrung mit Einsätzen, wie zum Beispiel der Herbstrallye zuhause oder dem Marathon in Bremen mit mehr als 100 Einsatzkräften. Auch wenn, weiß Raddatz, Einsätze bei Veranstaltungen dieser Art im Vergleich mit dem Deichbrand-Festival sehr unterschiedlich ausfallen. „Da sind die Einsätze zahlenmäßig nicht in dem Maße wie in Nordholz. Auf dem Deichbrand ist dagegen immer was los.“

Während des Festivals schlafen die Johanniter nicht auf einem Zeltplatz, sondern auf Feldbetten in einer Turnhalle. Für die Verpflegung sorgen Einheiten der Johanniter. „Es macht Spaß, nach dem Einsatz mit Johannitern aus ganz Deutschland zusammen zu kommen. Es ist eben ein besonderer Dienst“, sagt Raddatz. Auch deshalb freuen sich die Helfer auf das Deichbrand-Festival.

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