Visselhöveder Landfrauen nutzen Corona-Zeit für Planungen

Viele Ideen im Köcher

Kerstin Voß, Susanne Tamke und Kristin Rosebrock (v.l.) bilden den neuen Vorstand der Landfrauen.
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Kerstin Voß, Susanne Tamke und Kristin Rosebrock (v.l.) bilden den neuen Vorstand der Landfrauen.

Nicht viel los war in diesem Jahr bei den Visselhöveder Landfrauen – zumindest was die Veranstaltungen angeht. Aber bei den Vorstandsposten hat sich viel getan. Kerstin Voß und Kristin Rosebrock sind neu in der Führungsriege und sammeln bereits viele Ideen.

Jeddingen – Natürlich mussten auch die Landfrauen in diesem Jahr einige Veranstaltungen coronabedingt absagen. Auch die Jahreshauptversammlung fand rund ein halbes Jahr später als üblich statt. Und weil Susanne Tamke und Karin Marquardt bereits auf acht gemeinsame Jahre zurückblicken können, musste Marquardt turnusgemäß die Doppelspitze verlassen. Als Nachfolgerin wählte die Versammlung die 49-Jährige Hotelfachfrau Kerstin Voß aus Wittorf.

Auch Antje Carstens ist als stellvertretende Vorsitzende aus dem Vorstand ausgeschieden. Für sie ist Kristin Rosebrock nachgerückt. Mit der 35-jährigen Dreeßelerin verjüngt sich der Vorstand enorm. Die Mutter zweier Kinder im Alter von zwei und vier Jahren, kommt aus dem Organisationsteam der jungen Landfrauen, die sich gegründet haben, um auch die Interessen der jüngeren Generation im Verein zu vertreten. „Als wir gemeinsam mit dem Vorstand zusammengesessen und Ideen besprochen haben, bin ich dann irgendwann gefragt worden, ob ich mitmischen möchte“, berichtet die junge Landfrau lachend. Sie betont: „Die Aktionen der jungen Landfrauen sind keine Gegenveranstaltung, sondern ergänzen das Jahresprogramm.“ So fand unter anderem ein Erste-Hilfekurs am Kind statt, zu dem „natürlich auch die Großmütter“ eingeladen gewesen seien.

Es läuft zurzeit viel digital und per Whatsapp. Hier werden auch die Ideen der jüngeren Landfrauen gesammelt.

Kristin Rosebrock

Mit Kristin Rosebrock haben die rund 450 Landfrauen wieder eine waschechte Landwirtin im Vorstand. Natürlich sei es ein Balanceakt, 170 Milchkühe zu versorgen, alles zu erledigen, was in einem landwirtschaftlichen Betrieb so anfällt, und dann noch den Haushalt mit zwei Kleinkindern unter einen Hut zu bekommen, sagt sie. Hinzu kommt, dass die 35-Jährige einmal die Woche im Milchlabor in Verden arbeitet. „Doch unsere Mitglieder wussten ja, worauf sie sich einlassen, als sie mich gewählt haben“, so die neue stellvertretende Vorsitzende.

Durch die vielseitigen Aufgaben beweist sie ihr Organisationstalent, auch in der Vorstandsarbeit der Landfrauen. „Es läuft zurzeit viel digital und per Whatsapp. Hier werden auch die Ideen der jüngeren Landfrauen gesammelt.“

„Ich arbeite mich erst noch in die Vorstandsarbeit ein und entwickele dann Ideen“, ist sich Kerstin Voß, die jetzt mit Susanne Tamke das Führungsduo bildet, sicher. Sie ist bereits seit langer Zeit als Ortsvertreterin bei den Landfrauen tätig. „Jetzt stand der Vorstandsposten zur Verfügung und ich hatten einfach Lust dazu“, so die 49-jährige Hotelfachfrau.

Aber alle Landfrauen haben das Problem, dass sie zurzeit nichts planen können, weil Corona ihnen einen dicken Strich durch die Rechnung macht. So wurde das Doppelkopf-Turnier in den Februar verschoben wurde und Adventsveranstaltungen abgesagt. Für Samstag, 29. Januar, ist die Frühstücksversammlung im Hiddinger Gasthaus Röhrs mit Vortrag zum Thema „Schick, preiswert und nachhaltig – unsere zweite Haut“ geplant. „Die findet hoffentlich auch statt“, so der Vorstand.

Die Jahresversammlung ist auf den Mittwoch, 9. Februar, ab 18 Uhr bei Vollmer in Jeddingen terminiert. Zu allen Veranstaltungen ist eine Voranmeldung bei den Ortsvertreterinnen nötig. Weitere Informationen finden interessierte Frauen auf der Homepage unter www.landfrauen-visselhoevede.de.

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