Visselhöveder Kaserne wird Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Bramsche

Notunterkunft erhält neuen Status

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Susanne Graf, Leiterin der Landesaufnahmebehörde, und Landrat Hermann Luttmann unterzeichnen den Vertrag.

Visselhövede - Der Landkreis und das Land Niedersachsen haben am Freitag eine neue Verwaltungsvereinbarung über die Unterbringung von Flüchtlingen getroffen. Darin wird die bisherige Unterbringung im Rahmen der Amtshilfe vertraglich abgesichert, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Dazu wird die Notunterkunft in Visselhövede zur Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Bramsche unter der Leitung der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI).

Der Landkreis Rotenburg musste demnach im Rahmen von insgesamt drei Amtshilfeersuchen des Landes Niedersachsen im vergangenen Jahr insgesamt bis zu 500 Flüchtlinge unterbringen. Der Landkreis baute daraufhin die Notunterkünfte in der Kaserne in Visselhövede und in der Jugendherberge in Rotenburg auf. Am Freitag unterzeichneten Landrat Hermann Luttmann (CDU) und Susanne Graf, die Leiterin der Landesaufnahmebehörde, eine Verwaltungsvereinbarung, die die Unterbringung von Flüchtlingen zum Thema hat. Darin wird noch einmal die bisherige Unterbringung der Flüchtlinge im Landkreis vertraglich abgesichert.

Wie geplant, wird die Jugendherberge in Rotenburg bis zum 29. Februar Flüchtlinge aufnehmen. Danach geht dort der normale Jugendherbergsbetrieb weiter. Die bisherige Notunterkunft in der Kaserne in Visselhövede wird rückwirkend zum 16. Oktober als Außenstelle einer Erstaufnahmeeinrichtung der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, Standort Bramsche, betrieben. Dort können bis zu 450 Personen untergebracht werden. Vertraglich ist der Betrieb hier erst einmal bis zum 31. Dezember festgelegt. Die Laufzeiten können jeweils immer um ein halbes Jahr verlängert werden.

Landkreis und Ministerium setzten fest, dass das Land die zur Verfügung stehenden Plätze belegt und sich verpflichtet, hierfür die erforderlichen Kosten zu tragen. Der Landkreis ist für die Organisation und die Verwaltung der Einrichtung zuständig. Der Betrieb der Notunterkunft wurde bereits zum Dezember den DRK-Kreisverband Bremervörde übertragen.

Landrat Luttmann ist zufrieden, die Unterbringung vertraglich gesichert zu haben: „Wir haben jetzt mit dem Land eine schriftliche Vereinbarung geschlossen und damit unsere bisherige und zukünftige Arbeit noch einmal abgesichert. Damit leisten wir auch weiterhin einen großen Beitrag zu Unterbringung der Flüchtlinge, die nach Niedersachsen kommen, und stellen uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Landkreis Gespräche mit dem Ministerium aufgenommen, die Kaserne in Visselhövede als Außenstelle einer Erstaufnahmeeinrichtung zu führen. Der Kreisausschuss hat diese Entscheidung am 16. Oktober einstimmig beschlossen.

mk

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