BÜRGERMEISTERWAHL Schulz startet neuen Versuch

Visselhöveder Kandidatenkarussell nimmt Fahrt auf

Sabine Schulz tritt erneut zur Bürgermeisterwahl am 27. Februar an und wird von WiV und FDP unterstützt.
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Sabine Schulz tritt erneut zur Bürgermeisterwahl am 27. Februar an und wird von WiV und FDP unterstützt.

Visselhövede – „Ich sehe die gut 2 000 Stimmen bei der vergangenen Kommunalwahl als Auftrag für mich an, bei der Neuwahl für das Amt der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters erneut anzutreten“, sagt die Neu-Visselhövederin Sabine Schulz, die jetzt mit ihrem Mann Heinz den Umzug von Achim nach Visselhövede „bereits zu 95 Prozent“ vollzogen hat und sich bereits im Bürgerbüro des Visselhöveder Rathauses angemeldet hat.

Die CDU wird nach aktuellem Stand wohl einen „eigenen Kandidaten ins Rennen schicken“, wie Gemeindeverbandvorsitzender Michael Meyer vorsichtig betont. Namen will er noch nicht verraten und auch Gerüchte nicht kommentieren. „Nur so viel: Es handelt sich um ein bekanntes Gesicht, um einen alteingesessenen Visselhöveder.“

Bei den Grünen ist zurzeit noch alles offen. „Wir können noch keine konkrete Aussage treffen, sondern befinden uns in Gesprächen“, sagt Ortsvereinssprecherin Hedi Schmidt. „Die Grünen „finden es zunächst mal gut“, dass Sabine Schulz erneut kandidiert, aber sie wünschen sich auch „möglichst mehrere Kandidaten, damit die Bürger auch eine echte Wahl haben“, so Schmidt.

CDU hat eigenen Mann

Die SPD will nicht ausschließen, dass „wir gemeinsam mit den Grünen einen Kandidaten finden“, sagt Fraktionschefin Dagmar Kühnast. In den nächsten Tagen würden auch mit Blick auf solch eine Konstellation Gespräche geführt. „Aber konkret ist noch nichts, ich bin aber zuversichtlich, dass wir einen geeigneten Kandidaten finden“, so Kühnast, die lediglich bestätigt, dass die CDU „raus ist aus den gemeinsamen Gesprächen“.

Die einzige aktuell feststehende Kandidatin, die aber wie alle Einzelbewerber auch noch fleißig Unterstützerunterschriften braucht, will sich von all diesen Gesprächen nicht entmutigen lassen. „Wären es nur unter 30 Prozent der Stimmen gewesen, hätte sich es mir noch überlegt, aber die 43 Prozent spornen mich an, das Amt zu gewinnen“, sagt die parteilose Einzelbewerberin Schulz, die am 12. September gegen Gerald Lutz (56 Prozent) verloren hatte, der das Amt aber aus persönlichen Gründen nicht angenommen hatte.

Schulz bezeichnet sich selbst als einen Menschen, der nicht so schnell aufgibt, und „trotz und gerade wegen der gegen mich gerichteten Kampagnen und der strategischen Ausrichtung einiger Visselhöveder, die auch eine Menge Vorurteile gegen Frauen haben, stelle ich mich erneut dem Wählervotum“, sagt die 58-Jährige, die „nach der verlorenen Wahl und auch aktuell sehr viel Unterstützung“ erfahre. „Und das macht Mut und ich bleibe optimistisch.“

Wer genießt ab kommenden April die schöne Aussicht auf die Stadt aus dem Bürgermeisterbüro?

Ein Grund dafür ist sicherlich auch, dass sowohl die FDP als auch die Wählergemeinschaft „Wir in Visselhövede“ (WiV) weiter hinter der aktuell als Betriebsleiterin der Achimer Bäder tätigen Schulz stehen und sie bei der Wahl unterstützen werden. „Na klar, müssen wir noch die Mitgliederversammlung abwarten, bis es offiziell ist, aber wir haben bereits festgeklopft, dass wir Sabine Schulz noch einmal volle Rückendeckung geben“, so Visselhövedes FDP-Chef Henning Cordes. So würden die Liberalen ihren Wahlkampf positiv begleiten und in den kommenden Monaten auch in den sogenannten sozialen Medien fleißig Werbung für Schulz machen.

Grüne und SPD in Gesprächen

Ähnliche Planungen gibt es bereits bei der WiV: „Wir werden alles tun, damit Sabine Schulz die neue Bürgermeisterin Visselhövede wird“, sagt WiV-Chef Eckhard Langanke.

Dass eventuell andere Parteien jetzt Kandidaten „aus ihren eigenen Reihen“ aufstellen würden, „ist aus meiner Sicht nur zweite Wahl“. Wenn die entsprechenden Kandidaten „ernsthaft Interesse gehabt hätten, hätten sie sich auch bereits zum 12. September bewerben können“, so Langanke.

Drei Bewerber von außerhalb

Aus dem Rathaus ist derweil zu hören, dass aufgrund des großen Aufsehens, für das „die Visselhöveder Verhältnisse“ in ganz Niedersachsen gesorgt haben, sich drei am Bürgermeisterposten Interessierte von außerhalb der Gemeindegrenzen bei der Verwaltung gemeldet hätten. Was aber nach Ansicht des CDU-Chefs Meyer „der falsche Weg ist“. Denn wenn sich jemand wirklich für dieses Amt berufen fühle, sollte „er sich doch an die verantwortlichen Parteien wenden“, so der Drögenbosteler.

Dem Vernehmen nach wollen diese möglichen Kandidaten bereits die kommende Ratssitzung am Donnerstag, 7. Oktober, ab 18 Uhr live verfolgen. Die Zuhörer sollten sich also die Leute neben ihnen in der Aula der Oberschule Auf der Loge mal etwas genauer angucken.

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