1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Rotenburg
  4. Visselhövede

Visselhöveder: Heimatverein stellt Programm vor

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Judith Tausendfreund

Kommentare

Christiane Wuttke (l.) und Antje Katzsch stellen das Jahresprogramm vor.
Christiane Wuttke (l.) und Antje Katzsch stellen das Jahresprogramm vor. © jtb

Für so manche Veranstaltung wagt der Visselhöveder Heimat- und Kulturverein schon den dritten Anlauf seit Pandemiebeginn. Andere Veranstaltungen des Jahresprogramms konnten hingegen normal geplant werden. Der Kalender jedenfalls ist gut gefüllt.

Visselhövede – Ein Haus der Kulturarbeit und mittendrin ein Corona-Testcenter: Alleine diese seltsam anmutende örtliche Zusammenlegung zeigt, welche Veränderungen die Pandemie mit sich gebracht hat. Hier, im Heimathaus an der Burgstraße, zeigt es auch, wie flexibel viele Menschen mit den Anforderungen einer Ausnahmesituation umgehen. „Wir wurden gefragt, ob wir das Haus zur Verfügung stellen“, erklärt Christiane Wuttke, Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins, die so entstandene Konstellation. Das Testcenter sollte zentral gelegen sein, barrierefrei erreichbar, und eine sogenannte Einbahnstraßenregelung beim Eintreten und Verlassen des Hauses ermöglichen.

All dies geht im Heimathaus geradezu ideal. „Unser Haus stand zudem durch die Einschränkungen während der Pandemie ein wenig verlassen da. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wirklich hervorragend funktioniert“, so Wuttke.

Der Heimat- und Kulturverein

Gemeinsam mit Antje Katzsch und allen anderen Vereinsmitgliedern freut sich Christiane Wuttke, Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins, schon sehr auf die vielen anstehenden Veranstaltungen. Alle hoffen, dass die Pandemie nicht noch einmal alles ausbremst.

Der Verein hat sich derweil neu aufgestellt: Katzsch wird in Zukunft die Pressearbeit des Vereins unterstützen, ihr Mann Michael pflegt die Website, Susanne und Eckard Kirschnick haben viele gestalterische Ideen im Heimathaus umgesetzt. Barbara Schliep pflegt den Schaukasten vor dem Haus und Susanne Euhus unterstützte Wuttke in Sachen Künstlerbetreuung. „Insgesamt sind ein gutes Dutzend engagierte Mitglieder ehrenamtlich aktiv, um die Arbeit des Vereins lebendig zu gestalten“, weiß die Vorsitzende.

Das aktuelle Programm ist online einzusehen, dort kann man auch Eintrittskarten erwerben.

Und das ist besonders wichtig mit Blick auf das nun feststehende Jahresprogramm. Denn normalerweise finden im Haus Konzerte, Vorträge, Kurse, Kabarett- und Theateraufführungen statt Testszenarien statt. „Eine erste Veranstaltung konnten wir jetzt schon durchführen“, berichtet die Vorsitzende. Dabei habe sich gezeigt, dass die Mitarbeiter des Testcenters schnell ihre „sieben Sachen“ zusammenpacken können. Die Verwandlung des Saals, zunächst in eine Bühne und später wieder zum Testcenter zurück, ging reibungslos vonstatten.

Die doppelte Nutzung des Hauses wird sich in den kommenden Monaten noch einige Male als machbar erweisen müssen. Den Auftakt des Jahresprogramms gestaltete kürzlich Christiane Looks, die einen Vortrag über die Natur rund um Visselhövede hielt. Schon am 26. April findet dann die Lesung „Kommt ein Syrer nach Rotenburg“ mit Gerd Hachmöller und Samer Tannous statt, am 14. Mai wird Sängerin „ZsuZsa“ im Haus die Zuhörer verzaubern. Und am 11. Juni kommt dann endlich die Gruppe „vocaldente“ nach Visselhövede. „Es ist jetzt der dritte Anlauf“, so Wuttke. Sie zeigt damit exemplarisch auf, wie flexibel Künstler, Veranstalter und Gäste in den vergangenen Pandemiejahren werden mussten. Umso größer ist die Sehnsucht nach Kultur mittlerweile geworden: Wuttke kommt bei der Vorstellung diverser Programmpunkte unumwunden ins Schwärmen: „Ich freue mich schon jetzt auf diesen Abend.“ Der Satz fällt immer wieder.

Neben den bereits fixen Programmpunkten gibt es aber einige Veranstaltungen, die noch nicht ganz „festgezurrt“ sind. Dies betrifft etwa den Apfelmarkt, der für Anfang Oktober geplant ist und auch den Bücherflohmarkt, der für Mitte November angedacht ist. Mit Blick auf diese Termine müssen noch einige Detailfragen geklärt werden.

Das Programm an sich ist wie gewohnt bunt, abwechslungsreich und vielfältig. Merken sollte man sich sicher auch den 24. November: Reinhard „Luffy“ Lüdemann und Bobby Meyer laden zu „Talking ‘bout my generation“ ein, es wird um das Hurricane-Festival gehen. „Höhepunkt des Jahres ist unsere kunsthandwerkliche Ausstellung“, kündigt Wuttke zudem an. Am ersten Dezemberwochenende wird es bei der kunsthandwerklichen Ausstellung voll im und um das Haus herum.

Seitdem die Organisatoren pandemiebedingt die Kontaktdaten der Besucher erfassen mussten, wissen die Macher der Visselhöveder Kulturarbeit auch, dass gut zwei Drittel der Gäste aus dem Heidekreis oder noch größerer Entfernung anreisen. „Wir würden gerne noch mehr Menschen direkt aus unserer Umgebung ansprechen. Wir überlegen, wie wir das erreichen können“, spricht Wuttke einen weiteren Aspekt. An dem neuen Programm soll es nicht scheitern.

Auch interessant

Kommentare