Cocktails und bunte Schirme

Visselhöveder feiern ihre Visselquelle

Sabine Bente (l.) und Hanne Meier-Zindler laden alle Visselhöveder für Freitag zur Einweihung der umgestalteten Visselquelle ein.
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Sabine Bente (l.) und Hanne Meier-Zindler laden alle Visselhöveder für Freitag zur Einweihung der umgestalteten Visselquelle ein.

Visselhövede – Wer in den vergangenen 25 Jahren seinen Regenschirm im Visselhöveder Café „NebenAn“ oder im Hotel Röhrs in Hiddingen vergessen hat, der sollte sich am Freitag auf den Weg zur Visselquelle machen, denn dort könnte der Schutz zusammen mit vielen anderen zwischen den uralten Bäumen an bunten Lichterketten hängen. Der Visselhöveder Lions Club mit der aktuellen Präsidentin Sabine Bente an der Spitze und die St.-Johannis-Kirchengemeinde veranstalten ab 18 Uhr ein Lichterfest mit Musik und Leckereien an dem im vergangenen Jahr völlig neugestalteten Areal. „Das ist quasi das Einweihungsfest, das während der angespannten Corona-Lage 2020 verschoben werden musste“, so Bente, die noch bis Donnerstag Regenschirme in ihrem Bestattungshaus sammelt, „auch wenn ich schon 150 aus der Gastronomie habe“.

Die Schirme sollen aber nicht vor der hoffentlich scheinenden Sonne geschweige denn Regen schützen, sondern es ist eine Art Symbolik für die Pflege der Visselquelle. „Denn wir brauchen ganz viele Schirmherrschaften, damit der Platz so bleibt wie er ist: nämlich wunderschön“, sagt die Lions-Präsidentin.

Der Club und die Kirchengemeinde möchten, dass die Bürger der Stadt für den kleinen Park Verantwortung übernehmen und sich für die wöchentlichen Reinigungsdienste beim Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy melden. „Diese Unterstützung klappt bisher richtig gut“, so Bürgermeister Ralf Goebel. „Viele Einwohner fühlen sich durch ihren kurzen Einsatz für die Sauberkeit mit der Visselquelle verbunden.“ Das färbe auch auf die ab, die es mit der Ordnung nicht so genau nähmen: „In dem Park ist längst nicht mehr so viel Müll“, hat er festgestellt.

„Um 18 Uhr geht es am Freitag los. Wir Lions werden mit unserem Erdbeer-Prosecco-Stand, der schon bei den Vissel-Freitagen sehr beliebt war, vertreten sein, und die Kirchengemeinde bietet alkoholfreie Cocktails“, betont Bente. „Und die werden alle biblische Namen bekommen. Die Gäste werden überrascht sein“, freut sich Hanne Meier-Zindler vom Kirchenvorstand auf Freitag.

Gegen den Hunger hat Klaus Lüdemann jede Menge Deftiges auf dem Grill, und Karsten Schmidt baut seinen Biergarten am Restaurant Visselquelle um und bietet frisch gezapftes Bier und ein paar spezielle Leckereien an. Während die Besucher das besondere Ambiente unter den alten Bäumen genießen, werden die Musiker von Sax und Schmalz in bewährter Form ihre Runden drehen und für die musikalische Unterhaltung sorgen.

Gewässersanierung hat 100000 Euro gekostet

Corona erfordere immer noch eine besondere Vorsicht, deshalb würden bei der Veranstaltung die bekannten Abstandsregeln gelten und eine Registrierung mit der Luca-App werde gewünscht.

Für den Visselhöveder Lions Club geht mit dem Fest auch ein ehrgeiziges Projekt zu Ende. Bereits 2018 hatten sie sich mit der Umgestaltung des gesamten Quellbereiches der Vissel für ein sogenanntes Zonenprojekt beworben. Die Nachbarclubs der Region seien angetan gewesen von der Idee und und hätten die Maßnahme unterstützt, sodass schließlich 14 500 Euro aus der Clubkasse für die Umgestaltungs- und Sanierung der Quelle an die Vissel geflossen waren. Die Kirchengemeinde hatte sich ebenfalls mit 12 000 Euro an den Kosten beteiligt.

Die Stadt als Träger der Maßnahme nahm im vergangenen Jahr die Hilfe von örtlichen Unternehmen an, die bei der Realisierung des Projekts geholfen haben. Henning Grünhagen, Wilfried Eimer und Heinz Priebe stellten Material und Ausrüstungen zur Verfügung. „Die finale Gestaltung war schließlich die Idee von Heinz Priebe und seinen Mitarbeitern, die reichlich Steine herbeischafften und das Areal in seine jetzige Form brachten“, erinnert sich der Bürgermeister.

Nach einer Bauzeit von gut vier Monaten war der Park hinter der Kirche um die Visselquelle schließlich fertig. „Insgesamt hat die Maßnahme schließlich fast 100 000 Euro gekostet, eine Investition in den Naherholungswert in der Stadt, die sich auf jeden Fall gelohnt hat“, ist sich nicht nur Goebel sicher.

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