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Visselhöveder Bürgerbus: Nach Walsrode statt nach Wittorf

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Von: Jens Wieters

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Heiko Prigge (vl.), Eckhard Langanke, Jörg Burde, Monika Meyer und Peter Endres lenken die Geschicke des Bürgerbusvereins.
Heiko Prigge (vl.), Eckhard Langanke, Jörg Burde, Monika Meyer und Peter Endres lenken die Geschicke des Bürgerbusvereins. © KIrchfeld

Es gibt gute Nachrichten vom Visselhöveder Bürgerbusverein: Er hält eine Verbindung nach Walsrode aufrecht.

Visselhövede – Laufende Unterhaltungskosten, höhere Spritpreise und dazu noch pandemiebedingt weniger Fahrgäste – die Zeiten sind für den Visselhöveder Bürgerbusverein nicht leicht. „Wir haben rund 50 Prozent weniger Fahrgäste als vor Corona und die Dieselkosten explodieren nahezu“, betont Vorsitzender Eckhard Langanke. Als Konsequenz wird eine Strecke eingestellt.

Ab August wird der rote Bus Wittorf nicht mehr ansteuern. Das ergebe Sinn, weil der Ort von anderen Busbetrieben mehrmals täglich angefahren werde, so Langanke.

Aber es gibt auch gute Nachrichten, denn die Bürgerbusvereine aus Visselhövede und Walsrode machen es möglich, dass Fahrgäste doch noch zwischen den beiden Städten pendeln können, obwohl die direkte Busverbindung (Viwaldi), die seit 2018 läuft, Ende Juli mangels Fahrgästen eingestellt wird. „Wir halten die Verbindung dennoch halbwegs aufrecht“, so Langanke. Denn statt Wittorf wird die Strecke zum Weltvogelpark Walsrode zum 1. August in den Fahrplan aufgenommen. „Dort gibt es dann zweimal täglich um 10.17 und um 16.17 Uhr ein Rendezvous mit dem Bürgerbus Walsrode, bei dem die Fahrgäste bequem umsteigen können.“ Somit bleibe sichergestellt, dass nichtmobile Visselhöveder Bürger die Fachärzte in der Nachbarstadt erreichen können. Der Viwaldi ist aktuell viermal täglich unterwegs. „Mit den Bürgerbussen schaffen wir zumindest die Minimal-Lösung“, sagt Langanke.

Eine weitere gute Nachricht: „Der Landkreis Rotenburg hat seinen Zuschuss von 5 000 auf 7 000 Euro auch aufgrund der gestiegenen Kraftstoffpreise erhöht.“ Auch von der Stadt Walsrode und der Gemeinde Neuenkirchen kommen Zuschüsse, um die Betriebskosten zu decken.

Neue Fahrer immer gern gesehen

Wer sich vorstellen kann, ab und zu den Bürgerbus zu steuern, kann sich beim Vorsitzenden Eckhard Langanke unter der Telefonnummer 04262/2464 melden. Den Fahrplan und weitere Infos erhält man unter: buergerbus.visselhoevede.de.

Der Bus ist mittlerweile knapp fünf Jahre alt und hat bereits 320 000 Kilometer auf dem Tacho, weil er werktäglich rund 300 Kilometer unterwegs ist. „Ein neuer Bus ist bestellt“, merkt Langanke an.

Der setzt weiterhin auf das System Bürgerbuspunkte, damit das Auto ohne Werbeaufkleber durch die Lande fährt. „Damit beteiligt sich die Wirtschaft am System, und wir kommen als einziger Bürgerbus der Region ohne Logos auf dem Fahrzeug aus.“ Um die Kosten für die Fahrgäste zu verringern, hat der Verein in Kooperation mit den Gewerbetreibenden in Visselhövede vor Jahren die Punkteaktion ins Leben gerufen. Einkaufen in Visselhövede lohnt sich somit einmal mehr, denn in zahlreichen Geschäften erhält man bei einem Einkaufswert von zehn Euro einen Bürgerbuspunkt. „Bei sieben gesammelten Punkten auf der Karte gibt es eine Freifahrt“, erläutert Langanke.

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