Findlinge und Figuren 

Visselhöveder Arbeitskreis gibt Kreiselentscheidung bekannt

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So wird die Innenfläche des Visselhöveder Verkehrskreisels an der Goethestraße gestaltet: Stahlfiguren, die die Gesellschaft abbilden, Findlinge aus allen Orteilen und ein Zierapfelbaum.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Rund ein Meter große Findlinge aus allen 15 Ortsteilen des Visselhöveder Stadtgebiets einzeln oder in Gruppen locker auf der Gras- und Blumenfläche verteilt. Drei Gruppen von Menschen jeden Alters aus drei mal zwei Meter großen Stahlplatten mit unterschiedlichen Farben pulverbeschichtet. Und in der Mitte eine mindestens acht Meter hohe Zierkirsche: So wird die Innenfläche des Kreisels an der Kreuzung Goethe-, Bahnhof- und Rotenburger Straße aussehen.

Ein entsprechendes Modell wurde während der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung am Donnerstagabend nicht nur den anwesenden Politikern, sondern auch zahlreichen Bürgern vorgestellt. Denn das Ergebnis, das der Arbeitskreis Kreiselgestaltung präsentiert hat, ist quasi als Gemeinschaftsarbeit von Visselhövedern für Visselhöveder anzusehen. Denn nach einem Aufruf in unserer Zeitung hatten gleich 22 Bürger ihre Vorstellungen auf Papier gebracht, wie der Kreisel einmal aussehen könnte. Und diese Vorschläge hat der Arbeitskreis, der sich aus je einem Vertreter der im Stadtrat sitzenden Fraktionen, Bürgermeister Ralf Goebel, einem Vertreter des Gewerbevereins und Heiner Kemna als beratendes Mitglied des Kulturausschusses zusammensetzt, als Grundlage für die Entscheidung genommen.

„Der Kreisel hat einen enormen Stellenwert bei unseren Bürgern und viele Leute haben die damalige Bepflanzung als Ärgernis empfunden, sodass wir eine neue Gestaltung wollten“, erinnerte der Bürgermeister an die vergangenen zwei Jahre voller Diskussion und Ideen. Zwischendurch hatte Bauhof-Gärtner Jürgen Karußeit für ein Lächeln bei den Visselhöveder gesorgt, weil seine bunte Sommerblumenwiese ein echter Hingucker war. Aber Blumen verwelken nun mal und der Arbeitskreis nahm seine Arbeit auf.

Keine Ideen eins zu eins umgesetzen

Mitglied Heiner Gerken (Grüne) betonte, dass keine der eingereichten Ideen eins zu eins umgesetzt werden konnte, „weil oft nicht die Vorgaben der Straßenverkehrsbehörde eingehalten werden konnten“.

Heiner Kemna begründete die Entscheidung, dass ein richtiges Kunstobjekt für Visselhövede viel zu teuer sei, weil zum Beispiel die Verdener-Variante 70.000 Euro gekostet habe. „So haben wir Bürgerideen ideal einfließen lassen.“ Die Negative der acht Millimeter starken Stahlfiguren sowie Hinweise auf die Herkunft der Findlinge werden übrigens im Stadtpark gleich nebenan ausgestellt. „Weil auch das Geld kostet, hoffen wir auf Sponsoren, die uns beim Stadtpark-Projekt unterstützen“, so Goebel.

Der Ausschuss war sich einig, dass das Ensemble eine gute Entscheidung ist, „weil es nie klappt, es allen Bürgern recht zu machen“.

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