Neugierige gesucht

Visselhöveder Akkordeon-Nachwuchs lernt Rock, Pop und Klassik

Ausbilderin Svenja Löding (v.l.) mit Jannes und Jaspar Krecher, Leevke Ehlers und Meike Löding.
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Ausbilderin Svenja Löding (v.l.) mit Jannes und Jaspar Krecher, Leevke Ehlers und Meike Löding.

Visselhövede – Wenn heutzutage Kinder und Jugendliche Tasten drücken, dann fast ausschließlich nur die ihrer Handys oder der Spielekonsolen. Ganz anders handhabt es der Visselhöveder Akkordeon-Nachwuchs, der von Svenja Löding in die Kunst der Handgriffe am „Schifferklavier“, wie das Instrument früher oft genannt wurde, eingewiesen wird. Während des vergangenen Konzerts haben die Kinder und Jugendlichen bewiesen, mit welcher Fingerfertigkeit, musikalischem Verständnis und vor allem mit Begeisterung sie dabei sind.

„Musik macht einfach Spaß. Meine Mama hat früher auch Akkordeon gespielt und hört gerne Helene Fischer laut im Radio“, gibt Carlotta Schiebelbehn während eines Übungsabends bereitwillig preis. Die siebenjährige Neuenkirchenerin ist vor zwei Jahren über die musikalische Früherziehung in den Verein gekommen.

Nun drückt sie seit Ostern dieses Jahres die Tasten ihres roten Instruments der Marke Hohner statt das Glockenspiel zu bedienen. „Das Akkordeon habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen. Ich habe es aber schon vorher unter der Treppe liegen sehen“, schmunzelt die junge Nachwuchsspielerin. Beim Konzert hatte sie schon ein bisschen Lampenfieber, bevor es auf die große Bühne ging. „Doch Papa hatte mir geraten, einfach mal tief durchzuatmen.“

„Das Instrument mit seinen 48 Bässen ist eine gute Einstiegsgröße“, weiß Lehrerin Svenja Löding, die ihre Schülerin lobt: „Lotti kommt gut voran. Das Konzept der Früherziehung ist so gut, dass die Kinder ab vier Jahren ohne Lesekenntnisse nur durch Farben und Tiere nachhaltig Noten lesen lernen.“

Aktuell wird natürlich tüchtig für Weihnachten geprobt. „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ ist bei uns das typische Lied für die Anfänger“, informiert Löding lachend. Auch wenn nicht jeden Tag geprobt werden sollte, damit die Kinder den Spaß nicht verlieren, gibt Löding ihnen aber doch mal ein paar Hausaufgaben mit auf den Weg. „Es wäre schön, wenn noch jemand in die Gruppe dazu kommt, aber so ist es auch prima“, versichert Carlotta und und „haut“ für den „Elefanten-Tango“ kräftig in die Tasten.

Anspruchsvoller sind die Stücke der Jugendgruppe, die sich ebenfalls montags in der Oberschule zur Probe trifft. Die Jeddinger Brüder Jannes (zehn Jahre) und Jaspar Krecher (12) sind wie Mitstreiter Meike Löding und Leevke Ehlers seit fünf Jahren dabei. „Das Instrument ist einfach vielseitig. Man kann Rock, Pop und Klassik präsentieren und man kann überall damit spielen“, ist sich die Jugendgruppe einig, die geradeeinen ihrer Lieblingssongs „Hollywood Hills“ probt.

Die siebenjährige Carlotta Schiebelbehn hat den Spaß an der Musik von ihrer Mutter geerbt.

Jede Woche wird ein neues Lied einstudiert – auch während des Corona-Lockdowns, dann allerdings per Videoschalte. Leevke Ehlers ist sehr ehrgeizig: „Ich übe etwa fünf Mal in der Woche, denn ich möchte bald im großen Orchester und vor allem mehr auf Konzerten spielen“, strebt die Zehnjährige an.

Große Unterstützung erhalten alle von Svenja Löding, die bereits seit 1984 im Verein und seit 15 Jahren als Akkordeonlehrerin tätig ist. Als gelernte Handzuginstrumentenmacherin, also einer Akkordeonbauerin, hat sie ihren Werkzeugkoffer immer im Schrank, um schnell mal Reparaturen durchführen zu können, falls es nötig ist. Auch Vereinsvorsitzende Merle Resener ist seit diesem Jahr als Lehrerin in der musikalischen Früherziehung und unterrichtet die Jüngsten, die sich immer freitags treffen. Außerdem wird Gitarre, Keyboard und Klavier unterrichtet.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, selbst in die Tasten zu greifen, ist beim Akkordeonorchester jederzeit willkommen. Informationen erteilt Merle Resener unter der Telefonnummer 04266/9819251. Weitere Infos auf der Homepage unter: www.akkordeon-vissel.de.

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