Essbare Stadt Visselhövede

Naschpark mit Badestelle

Christian Oddoy, Harald Gabriel, Stefan Gaudies und Iris Weis stehen mit Spaten und Schaufeln am Ufer des Visselsees.
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Entwickelten die Naschpark-Idee (v.l.): Christian Oddoy, Harald Gabriel, Stefan Gaudies und Iris Weis.

Visselhövede – Einfach mal die Seele baumeln lassen im Visselhöveder Bürgerpark. Die Füße vom Steg aus in das Wasser halten oder an der Badestelle im warmen Sand liegen. Und wenn der kleine Hunger kommt, mal eben saftige Himbeeren vom Busch gleich nebenan pflücken. Eine Szene wie im Schlaraffenland, die genau so rund um die Visselseen in den kommenden Sommermonaten tagtäglich zu beobachten sein soll, denn dort soll ein „Kräuter- und Beerenpark“ entstehen.

„Der kann aber auch Naschpark genannt werden, das klingt vielleicht einprägsamer“, sagte Iris Weis während der Sitzung des Visselhöveder Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt, Energie und Grünanlagen.

Im Rahmen der bewährten Kooperation zwischen der Initiative Vissel for Future (VFF), dem örtlichen Kneipp-Verein, der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) und dem Präventionsrat wird nämlich nach der erfolgreichen Palettenlandschaft auf dem Marktplatz ein neues Projekt entwickelt, dass ein weiterer Baustein unter dem Titel „Essbare Stadt“ werden soll.

„Das Prinzip ist ganz einfach“, erläuterte Harald Gabriel von VFF. „Geplant sind Pflanzungen mit Beeren und Obstbäumen rund um die Visselseen, die jedermann zur Verfügung stehen. Die Idee beruht auf dem Projekt, essbare Dinge mitten in den Städten anzubieten. Das ist mittlerweile eine weltweite Bewegung geworden. Und wir wollen dabei sein.“

Dabei will Gabriel auch die Einwohner mit ins Boot, beziehungsweise an die Seen holen. „Wir werden demnächst in die Öffentlichkeit gehen und nachfragen, wie uns die Visselhöveder mit Stecklingen, Samen und anderen Dingen versorgen können. Wir suchen dann auch Paten für bestimmte Pflanzbereiche“, so Gabriel.

Hoch- und Familienbeete am Visselhöveder Haus der Bildung

Neben dem Areal an den Visselseen sollen auch Hoch- und Familienbeete am Haus der Bildung aufgebaut werden, das voraussichtlich bald den Titel Bildungs- und Zukunftshaus trägt. „Dort können dann alle Generationen, die in dem Haus vertreten sind, sich um die Beete kümmern und Kräuter und Co. ernten“, erläuterte Gabriel. Und damit nicht alles an einer Stelle in der Stadt konzentriert werde, sei auch ein Beetensemble an der Gartenstraße geplant.

Iris Weis, die bei der Stadt gerade die Stelle der Projektkoordinatorin für die Jugendarbeit angetreten hat, ist ebenfalls in das Projekt eingebunden. „Es wäre doch klasse, wenn alle Generationen die Blüte, Reife und Ernte der Früchte gemeinsam miterleben und zusammen genießen können.“ Das fördere unter dem Motto „Naturgesund vor Ort“ die Gemeinschaft der Einwohner.

Naschpark-Pflanzplan für die Visselseen.

Natürlich braucht die Gruppe auch fachliche Unterstützung, die vom Gärtner des Bauhofs, Jürgen Karußeit, als Berater kommen soll. Die Stadt stellt für das Projekt nur die Flächen, ein paar Pflanzpfähle und Wildschutzdraht zur Verfügung. Ab und an wird der Bauhof die Wege freischneiden. Der Ausschuss ist jedenfalls von dem Vorhaben ganz angetan: „Eine tolle Idee“, war während der Sitzung quer durch die Fraktionsreihen zu hören.

Irene Becker (WiV) hatte sogar spontan eine Idee: „Ich spende mein Sitzungsgeld schon immer für Projekte, die der Allgemeinheit dienen. Ab sofort soll das Geld für die Anpflanzungen verwendet werden.“  jw

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