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Visselhövede wählt neuen Bürgermeister

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Von: Jens Wieters

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Dörthe Thomsen zeigt einen Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag.
Dörthe Thomsen zeigt einen Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag. © Wieters

Noch fünf Tage, dann können 8 292 Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben und entscheiden, wer Visselhövedes neuer Bürgermeister wird.

Visselhövede – Genau 8 292 Visselhöveder sind aufgerufen, am Sonntag, 27. Februar, ihren neuen Bürgermeister zu wählen. Dafür stehen von 8 bis 18 Uhr insgesamt 15 Wahllokale mit den entsprechenden Wahlvorständen zwischen Drögenbostel im Nordosten, Kettenburg im Süden, Bleckwedel im Westen und Ottingen im Osten für die Urnenwähler zur Verfügung. Hinzu kommt noch das Wahllokal im Rathaus, in dem die Briefwählerstimmen der Wähler aus dem Kernort ausgezählt werden, während die Stimmen der Briefwähler aus den umliegenden Ortschaften mit in die Ergebnisse der zuständigen Wahllokale einfließen.

„Aktuell haben wir exakt 1 310 Briefwähler“, betont Dörthe Thomsen am Montagmorgen, die gemeinsam mit dem Team aus dem Bürgerbüro und dem Ordnungsamtsleiter Mathias Haase die erneute Wahl des Bürgermeisters organisiert. „Wir haben damit gerechnet, dass es noch mehr werden, da uns direkt nach dem Absenden eine Flut von Briefwahlstimmen erreicht hat. In den vergangenen Wochen waren es aber deutlich weniger Rückläufer“, so Thomsen. „Aber die Wähler haben ja noch bis zum Sonntag Zeit, ihre Unterlagen im Rathaus abzugeben.“ Wer seinen Stimmzettel nicht persönlich abgeben könne und ihn mit der Post schicke, „muss allerdings die Laufzeiten der Post beachten“, so Mathias Haase. Allerletzter Einsendeschluss für die Briefwahl ist am Sonntag um 15 Uhr der Postkasten am Rathaus. „Damit noch genügend Zeit bleibt, um die Wählerstimmen noch den entsprechenden Orten zuzuordnen und dorthin zu bringen“, erläutert Thomsen. Kurzentschlossene Briefwähler können also noch in diesen Tagen ihre Unterlagen im Rathaus abholen. „Die meisten Briefwähler haben bereits von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auch im Falle einer Stichwahl per Brief abzustimmen. In den verschickten Wahlbenachrichtigungen haben wir bereits bekannt gemacht, dass die auch für einen zweiten Wahlgang gelten.“ Wer am Sonntag aber eine Urnenwahl bevorzuge und zur Stichwahl am 13. März nicht vor Ort sei, um zu wählen, der müsse sich die Unterlagen für den zweiten Gang aus dem Rathaus holen. In den Dörfern seien die meisten Wähler beim Wahlvorstand persönlich bekannt, aber dennoch müssten die Wähler neben ihrer Wahlbenachrichtigung auch den gültigen Personalausweis dabei haben.

„Und man kann es nicht oft genug wiederholen: Es darf nur ein Kreuz auf dem Stimmzettel gemacht werden, alles andere macht die Stimme ungültig“, stellt Haase noch einmal klar. Jeder Wähler müsse sich also zwischen den vier Kandidaten entscheiden.

Im Rathaus rechnet man damit, dass das Ergebnis bereits am frühen Abend feststeht, auch wenn die Wahllokale erst um 18 Uhr schließen. „Die Wahl ist jetzt ja anders als im September, weil wir nur ein Kreuz pro Zettel zählen müssen. Das ist von den Wahlvorständen schnell erledigt“, glaubt Haase. Die jeweiligen Resultate werden übrigens auf der städtischen Homepage unter visselhoevede.de sofort eingestellt.

Dass die Visselhöveder bereits gut fünf Monate nach der Kommunalwahl erneut zur Stimmabgabe aufgerufen werden, liegt bekanntlich daran, dass Gerald Lutz, der Sieger der Wahl vom 12. September, das Amt aus persönlichen Gründen nicht angenommen hatte. Die damals Unterlegene Sabine Schulz war damit aber nicht automatisch Nachrückerin auf den Chefsessel des Rathauses, sondern das Wahlgesetz schreibt Neuwahlen vor – eine Situation, die es so in Niedersachsen noch nicht so oft gegeben hat.

Darum treten am Sonntag erneut die parteilose Sabine Schulz, die von der Wählergemeinschaft Wir in Visselhövede (WiV) und der FDP unterstützt wird, der ebenfalls parteilose André Lüdemann (Unterstützung von SPD und Grünen) sowie der CDU-Kandidat Jürgen Dunecke und der parteilose Burkhard Scheidel an, um Bürger meister Visselhövedes zu werden.

Kann keiner dieser vier Kandidaten die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen, stellen sich der Erst- und Zweiplatzierte 14 Tage später erneut dem Wählervotum. Knackt einer bereits am kommenden Sonntag die 50-Prozent-Marke, dann hat er eine Woche Zeit, eine persönliche Erklärung auf Amtsübernahme abzugeben.

Nach diesem formellen Akt, der natürlich auch sofort nach dem vom Wahlausschuss und dem Wahlleiter festgestellten Ergebnis erfolgen kann, ist der oder die Gewählte sofort Verwaltungschef oder -chefin und der amtierende Bürgermeister Ralf Goebel muss aus seinem Büro ausziehen.

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