Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Schüler im Einsatz für den Frieden

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VDK-Vertreter, Lehrer, Rektor und Bürgermeister danken den Visselhöveder Oberschülern für ihren unermüdlichen Einsatz bei Wind und Wetter für die Pflege von Kriegsgräbern.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Bei Regen und Wind, Schnee und Eis waren 36 Visselhöveder Oberschüler im Dezember vergangenen Jahres in Visselhövede, Schwitschen und in Hiddingen unterwegs, um an den Haustüren von 22 Sammelgebieten zu klingeln, um für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) zu werben und natürlich um um eine Spende zu bitten. Und die Schüler hatten Erfolg. 1032 Euro kamen zusammen, eine Summe, die sich echt sehen lassen kann.

Das findet auch Rotenburgs Landrat Hermann Luttmann, der er sich am vergangenen Freitag nicht nehmen ließ, die Jugendlichen mit einer Urkunde auszuzeichnen. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn sich Schüler für die Pflege der Soldatengräber engagieren. Denn schließlich kennen sie die schlimmen Geschichten des zweiten Weltkriegs nicht mal mehr aus Erzählungen, weil es kaum noch Menschen gibt, die berichten können“, so Luttmann. 

Darum sei er als Kreisvorsitzender des VDK besonders dankbar, dass sich junge Erwachsene mit der Thematik auseinandersetzen würden. „In den 1930er Jahren waren ganz andere Zeiten: Vor allem Jungen wurden bereits in der Schule auf ein Soldatenleben vorbereitet. Darum ist es heute umso wichtiger, den Frieden zu wahren. Das wiederum ist angesichts aktueller Ereignisse gar nicht so einfach.“

Karl-Friedrich Boese, Bildungsreferent des VDK-Bezirksverbands Lüneburg/Stade, dankte nicht nur den Schülern für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen, sondern auch der Oberschule als Institution, die die Sammlungen bereits seit vielen Jahren durchführt: „Es ist sehr wichtig, dass die Jugendlichen sich für diese gute Sache einsetzen. So reflektieren sie eine Zeit, die heute niemand mehr erleben möchte.“ 

Die Summe von 1032 Euro sei wieder mal ein tolles Ergebnis, das in der Visselhöveder Oberschule aber keine Ausnahme bedeute, da die Sammlungen in der Stadt und den Dörfern drumrum traditionell für gute Ergebnisse sorgen würden. „Darum macht weiter so“, forderte Boese, der auch dem Lehrer Eckhard Hentschel dankte, der ebenfalls seit Jahren seine Schüler zur Teilnahme animiere.

Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel findet den Einsatz der Schüler besonders bemerkenswert, „weil sie bei Menschen geklingelt haben, die sie nicht kannten und dennoch mit ihnen über das Thema ins Gespräch gekommen sind“. Für Oberschulleiter Gerard Dyck ist die Sammlung immer ein „spannendes Unterrichtsprojekt“, das er gerne unterstütze.

Neben den Visselhöveder Schülern waren übrigens auch 23 Rotenburger Ratsgymnasiasten und 45 Realschüler der Kreisstadt für den VDK unterwegs.

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