Vorschlag sieht Reduzierung der Wasserfläche vor

Neue Idee für die Rettung der Visselquelle

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Der neue Entwurf des Planungsbüros sieht eine Wasserreduzierung vor. Das zentrale Gestaltungselement der Visselquelle soll ein begehbarer Quellbrunnen sein.

Visselhövede - Von Joris Ujen. Es gibt eine neue Idee für die Rettung der Visselquelle. Laut einem weiteren Entwurf des Planungsbüros Polyplan soll der von Algen befallene Teich flächenmäßig deutlich reduziert werden, wodurch der Abtransport der Algenfracht entsprechend schneller vonstattengehen soll. Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel hat am Dienstag während der Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft, Grünanlagen, Umwelt und Energie die Umgestaltungsidee präsentiert.

Polyplan hatte bereits im November 2017 einen Entwurf zur Sanierung der Visselquelle erstellt, der einen Einsatz einer überstauten Kiesfilteranlage vorsah. Aufgrund der hohen Investitions- und Folgekosten lehnte der Umweltausschuss das Vorhaben jedoch ab und bat um Alternativen. Diese kam nun vom Planungsbüro.

Durch die Reduzierung der Wasserfläche von 600 auf schätzungsweise 100 Quadratmetern soll eine Sumpflandschaft vermieden werden, gab Goebel zu verstehen. „Wenn wir uns jetzt nicht darum kümmern, wird das passieren.“ Das zentrale Gestaltungselement soll ein begehbarer Quellbrunnen sein, der durch Kieselschichten als Drainage fungiert. „Oberhalb davon würde an zwei oder drei Stellen eine Art Sumpf geschaffen, wo sich entsprechende Pflanzen wohlfühlen“, erläuterte der Bürgermeister weiter. Andere Stellen der Visselquelle sollen trockengelegt werden. 

Das Ablaufbauwerk mit dem Fließgewässer solle zudem eine gestalterische Aufwertung erfahren. Bau- und Fuhrunternehmen hätten laut Goebel schon ihr Interesse zur Umgestaltung bekundet. Filteranlagen oder weitere technische Einrichtungen zur Wassersanierung seien nicht geplant. Die Verwaltung sieht durch diese Maßnahme eine deutlich vereinfachte Unterhaltung des Grundstücks und der Wasserfläche.

Bürgermeister hofft auf EU-Zuschüsse

Finanzielle Unterstützung für das Projekt soll unter anderem vom Dachverband der Lions kommen. Goebel habe einen entsprechenden Antrag bereits gestellt, 15.000 Euro wären möglich. „Bis zu 70 Prozent könnten durch Zuschüsse des EU-Hohe-Heide-Projekts bezahlt werden“, erhofft sich der Bürgermeister. 

Auch von der evangelischen Kirche könnten Gelder fließen. Eine konkrete Summe für das gesamte Vorhaben gibt es aber noch nicht, sagt Bauamtsleiter Gerd Köhnken auf Nachfrage der Kreiszeitung. Der Entwurf fiel beim Umweltgremium auf Zustimmung. Ratsherr Gerhard Eimer (CDU) bat allerdings um Alternativen, ein Entwurf reiche nicht aus. „Das können wir machen“, erwiderte Goebel, „es gibt aber kaum andere Möglichkeiten.“

Nichtsdestotrotz nahm der Ausschuss die Bitte von Eimer mit in den einstimmigen Beschlussvorschlag auf. Bis zur nächsten Ausschusssitzung, am 26. Juni, sollen durch einen verfeinerten Entwurf konkretere Details folgen.

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