Bauamt arbeitet unter Hochdruck/Handwerker sind die unbekannte Größe

Campus-Fahrplan steht

Bürgermeister Ralf Goebel (v.l.) sowie Gaby Behrens und Gerd Köhnken vom Bauamt arbeiten zurzeit fieberhaft an der Campus-Planung.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Die Schlacht ist geschlagen, nun könnten die Protagonisten es ja etwas ruhiger angehen lassen. So könnten die Beobachter des politischen Streits rund um das Thema Visselhöveder Kita-Neubau meinen. Aber weit gefehlt! „Denn jetzt geht die Arbeit in den entsprechenden Fachabteilungen des Rathauses erst richtig los“, sagt Bürgermeister Ralf Goebel. Und damit ist vor allem das Bauamt gemeint, dass nun die vielen verwaltungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bauantrag des Primar Campus erfüllen muss, bevor sich überhaupt der erste Spatenstich in die Erde bohrt. Denn die eigentliche Genehmigungsbehörde ist der Landkreis Rotenburg. „Und dort sollten die entsprechenden Unterlagen schnellstmöglich vorliegen“, so Goebel.

Der Verwaltungschef hat sich aber mittlerweile schon das Okay aus der Kreisstadt geholt, dass der Architekt Martin Menzel bei der weiteren Detailplanung und der Kostenermittlung mit ins Boot geholt werden darf. Menzel hatte bereits vor Monaten den Campus skizziert, worauf es zu dem erbitterten Streit im politischen Raum gekommen war, weil CDU und WiV die Kosten „als zu niedrig“ eingeschätzt hatten.

Schon in der kommenden Woche laufen Gespräche mit den Leiterinnen der Visselhöveder Kindertagesstätten und der Chefetage der Kastaniengrundschule. „Dann wollen wir vor allem das Raumkonzept des Campus noch einmal im Detail besprechen“, erläutert Goebel.

Die Planungen sehen vor, dass im Untergeschoss drei Räume für die Krippenkinder eingerichtet werden. Des Weiteren werden dort auch zwei Kindergartengruppen eine neue Heimat finden. Im Obergeschoss entstehen sieben Klassenzimmer für die Grundschule und ein Verfügungsraum.

Zwischendurch wird auch der Bauausschuss am Dienstag, 5. März, mit der Thematik befassen. Steht dann erst einmal die Bauplanung und auch aus Rotenburg gibt es grünes Licht, sind die Bagger dran und reißen den 1970er-Jahre-Anbau der Schule ab. Die maroden Sanitärräume werden zunächst allerdings noch weiter genutzt, bevor sie dann im Zuge des Campus-Neubaus ebenfalls weichen müssen. „Aktuell gehen wir davon aus, dass die Bushaltstelle zwischen der Kita Fabula und der Schule auch während der Bauphase weiter genutzt werden kann“, hofft Goebel, dass es so wenig Einschränkungen wie möglich im Schulalltag geben wird. Parallel dazu wird aber auch an der Buswendespur vor der Sporthalle Auf der Loge geplant. Denn dort soll ein Wendeplatz entstehen. So können die Schüler nach der Fertigstellung des neuen Gebäudes die Busse auf einem ungefährlichen Weg erreichen.

Wann die ersten Kinder im Campus-Gebäude betreut werden, weiß auch Bürgermeister Goebel noch nicht so genau: „Wenn alles, aber auch wirklich alles, reibungslos klappt, könnte es Herbst 2020 werden. Aber das ist sehr sportlich. Ich rechne eher damit, dass wir die ersten Kinder zum Ende des Schulhalbjahres im Winter 2021 im Campus sehen.“ Eine unbekannte Größe stellten die Baufirmen dar, deren Auftragsbücher voll seien.

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