Campus-Diskussion: Entscheidung Ende Januar

Unabhängige Gutachter ermitteln Kosten beider Varianten und checken Verkehr

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In dem seit Monaten schwelenden Streit um dieses Gelände an der Grundschule haben jetzt zunächst einmal unabhängige Gutachter das Zepter in der Hand. 

Visselhövede - Es kommt etwas Bewegung in die fest gefahrene Debatte um den Visselhöveder Primar-Campus: Denn jetzt wird ein unabhängiger Gutachter die Kosten des von der SPD, den Grünen und Bürgermeister Ralf Goebel favorisierten Campus und der CDU/WiV-Idee eines Kita-Neubaus am Majorsbruch und einer Innenhof-Erweiterung der Grundschule gegenüber stellen. Das Ergebnis soll in der dritten Januarwoche vorgestellt werden.

Das geht aus einer Mitteilung der SPD-Stadtratsfraktion hervor. Bekanntlich sollen Schüler und Kindergarten- sowie Krippenkinder beim Campus-Projekt unter einem Dach unterrichtet und betreut werden.

Bei der SPD heißt es weiter: „In der seit Wochen intensiv geführten Diskussion um den Primar-Campus steht neben dem pädagogischen Konzept ganz wesentlich die Frage nach den voraussichtlichen Kosten im Mittelpunkt der Auseinandersetzung.“

Die Campus-Gegner würden dem vorliegenden Campus- Entwurf vorwerfen, nicht alle anfallenden Kosten berücksichtigt und deshalb zu niedrig kalkuliert zu haben. In gleicher Weise bezweifeln die Befürworter die von der CDU und WiV vorgelegten Zahlen für den separaten Kita-Bau auf der Freifläche am Majorsbruch und dem zweigeschossigen Anbau an der Kastaniengrundschule.

„Zur Versachlichung dieser Diskussion hatte die SPD in einer interfraktionellen Gesprächsrunde beantragt, die Gesamtkosten der ursprünglichen sowie einer abgespeckten Campus-Version und der CDU/WiV-Variante durch ein unabhängiges Planungsbüro ermitteln zu lassen“, teilt SPD-Sprecher Lothar Cordts mit. Diesem Antrag sei der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss während seiner vergangenen Sitzung gefolgt.

Da hinsichtlich der Campus-Variante auch Probleme bei der Verkehrsführung gesehen worden seien, sei der Beschluss um ein zusätzliches Gutachten durch einen Verkehrsplaner erweitert worden.

Cordts: „Die Verwaltung hat den Antrag inzwischen umgesetzt und einen entsprechenden Architekten und einen Verkehrsplaner beauftragt. Es ist damit zu rechnen, dass die Kostenberechnung und das Verkehrsgutachten in der dritten Kalenderwoche des Jahres 2019 vorliegen.“

Die Diskussion über das pädagogische Konzept könne dann auf der Basis vergleichbarer Kosten geführt und zeitnah in einer Sondersitzung des Schulausschusses und des Rates entschieden werden. „Die SPD hofft, mit ihrem Antrag die Grundlage für eine sachgerechte Auseinandersetzung auf der Basis verlässlicher Daten zu schaffen und der pädagogischen Fragestellung damit wieder die angemessene Bedeutung zukommen zu lassen“, endet die Mitteilung. - jw

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