Eigene Berichterstattung der Medien von den Unterkünften in Visselhövede nicht erwünscht

„Hier kommt keine Presse rein“

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Im Gebäude gleich rechts hinter dem verschlossenen Kasernentor hat der Landkreis seinen Stab eingerichtet.

Visselhövede - Der Einzug von den ersten 100 Flüchtlingen aus Bayern in Visselhövede stand am Freitagmorgen unmittelbar vor der Tür. Und eben eine solche Tür war vor Ort für Vertreter der Medien versperrt.

„Hier kommt keine Presse rein“, erklärte ein Mitarbeiter des zivilen Wachdienstes, der die Zugangberechtigung eines jeden Besuchers der Kaserne Lehnsheide strengstens kontrolliert. Auch die Bitte um Einlass beim herbeigerufenen Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann blieb ergebnislos. Eine aktuelle Schilderung der Situation durch die Presse sei nicht erwünscht. Der Bereich sei militärisches Sicherheitsgebiet und der Landkreis habe entschieden, zwar eine eigene Pressestelle einzurichten, aber keine fremde Berichterstattung am ersten Tag zuzulassen.

Die Vorbereitungen für den Einzug von rund 100 Flüchtlingen in der Kaserne Lehnsheide in Visselhövede haben am Morgen ihren Höhepunkt erreicht. Das konnte der Beobachter auch vom Kasernentor aus sehen. Für den späten Nachmittag ist bereits das Eintreffen der Busse mit den Asylsuchenden in der Heidestadt geplant. Der eigens eingerichtete Stab des Landkreises unter der Leitung von Gerd Hachmöller bereitete indessen die einzelnen Zimmer vor. Auch Teile der Bremervörde Feuerwehr unterstützen bei der Logistik. „Die Presse würde uns bei der Arbeit behindern.

Wir haben heute einfach nicht die Zeit, um uns um die Medien zu kümmern“, hieß es auf Anfrage bei der Landkreis-Pressesprecherin Christine Huchzermeier. Diese Vorgabe habe der interne speziell eingerichtete Stab des Kreises unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften für militärischen Anlagen so entschieden. Die Ankunft der Flüchtlinge solle zudem ungestört über die Bühne gehen.
go

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