Visselhöveder Apotheker plant Zentrum

Coronatests im Sportstudio

Der Eingang des ehemaligen Sportstudios an der Großen Straße.
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Das ehemalige „Fitness“-Sportstudio an der Großen Straße ist mit seinen getrennten Aus- und Eingängen für ein Corona-Testzentrum gut geeignet.

Visselhövede – In zahlreichen Zentren in Niedersachsen können sich Bürger auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen. Einmal pro Woche ist das kostenlos für jedermann möglich. In Visselhövede gibt es solch ein Testzentrum bisher nicht. Aber das soll sich jetzt ändern.

Apotheker Matthias Grube, Chef der Neuen Apotheke an der Goethestraße, übernimmt die Organisation des Zentrums, das im ehemaligen Sportstudio „Fitness“ an der Großen Straße (früher Sporthaus Scherff) aufgebaut wird. Ab wann dort die ersten Wattestäbchen in die Nasen der Visselhöveder eingeführt werden, ist allerdings noch nicht ganz klar. „Die Gespräche laufen zurzeit auf Hochtouren“, sagt Grube, der die entsprechenden Verträge mit dem Landesapothekerverband mit Unterstützung der Apothekerkammer ausarbeitet. „Sind die in trockenen Tüchern, muss noch die Abrechnung mit der kassenärztlichen Vereinigung geklärt werden und dann können wir loslegen“, hofft Grube, dass er möglichst schnell grünes Licht bekommt.

Bis dahin wird das Personal, das die Tests durchführt, entsprechend geschult, denn die von Fachleuten durchgeführten Antigen-Schnelltests unterscheiden sich erheblich von den Laientests für Zuhause. Während bei den Schnelltests per Wattestäbchen Proben tief in der Nase und im Rachen genommen werden, arbeiten die Selbsttests nur mit Abstrichen aus dem Naseneingang.

„Das ehemalige Sportstudio ist bestens für ein Testzentrum geeignet“, so Grube, der mit dem Eigentümer des Hauses, Harry Priebe, nicht lange verhandeln musste: „Der hat sofort zugesagt, als ich ihm die Idee vorgestellt hatte.“

So sei dort nicht nur „riesig viel Platz“, sondern auch die beiden Aus- und Eingänge seien ideal. „So können die Interessierten auf der einen Seite raus und auf der anderen Seite wieder rein, ohne sich zu begegnen“, informiert Grube. Außerdem seien ausreichend Parkplätze vorhanden.

Die Leute geben ihre persönlichen Daten in einem besonderen Formular an, die wir über den Personalausweis kontrollieren. Dann erfolgt der eigentliche Abstrich natürlich unter den Corona-Bestimmungen. 

Matthias Grube

Das Test-Prozedere sei denkbar einfach: „Die Leute geben ihre persönlichen Daten in einem besonderen Formular an, die wir über den Personalausweis kontrollieren. Dann erfolgt der eigentliche Abstrich natürlich unter den Corona-Bestimmungen. Anschließend dauert es rund 20 Minuten, bis das Ergebnis feststeht.“

Sei das positiv, werde der Getestete separiert und das Rotenburger Gesundheitsamt benachrichtigt, das dann einen genaueren PCR-Test anordne, erläutert Matthias Grube. Sei der Antigen-Schnelltest aber negativ, bekämen die Leute eine entsprechende Bescheinigung mit einem Stempel drauf. „Wir planen Öffnungszeiten von 8 bis etwa 16 oder 17 Uhr. Das steht aber noch nicht so ganz fest“, sagt Grube, der jetzt gemeinsam mit seinem Team und Helfern des Hauseigentümers in den kommenden Tagen erstmal „klar Schiff“ in dem alten Sportstudio machen möchte, „denn die Räumlichkeiten wurden lange Zeit nicht genutzt“.

Der Ausgang des ehemaligen Sportstudios

Bürgermeister Ralf Goebel ist von der Testzentrum-Idee begeistert: „Das ist ein weiterer Schritt, der Pandemie entgegenzuwirken.“ Bisher würden die sogenannten Bürgertests in den Praxen der fünf Ärzte im Stadtgebiet durchgeführt. „Die können das dort auch neben der Alltagsarbeit ganz gut wuppen und sind teilweise, was die Testzeiten angeht, auch sehr flexibel, aber solch ein Zentrum erweitert das Angebot doch immens und entlastet die Arztpraxen. Die können sich voll und ganz auf das Impfen konzentrieren, wenn denn genügend Impfstoff geliefert wird“, so Bürgermeister Goebel.

Er ruft darum die Bürger dazu auf, die Testangebote anzunehmen: „Solange die Impfstoffe noch nicht in ausreichenden Mengen für alle zur Verfügung stehen, erhöhen regelmäßige Tests die Sicherheit.“ Jede frühzeitig erkannte Infektion trage dazu bei, das Virus einzudämmen.

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