Bewerbung für die Bürgerstiftung

Aktionen auf der Skaterbahn: Jugendgruppe braucht Hilfe

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Die Gruppe hat zunächst die Schutzhütte an der Skaterbahn wieder in Ordnung gebracht.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Sie heißen „Bomb Drop“ oder „Grind“, „Ollie“ oder „Primo“ und sind Figuren, mit denen die Skater auf der Visselhöveder Halfpipe glänzen. Das eine oder andere klappt zwar noch nicht so ganz, aber die rund 20 jungen Leute üben fast täglich. Und sie haben ein Ziel: das ganze Gelände zu einem echten Treffpunkt für die junge Generation der Stadt zu machen.

Lange Zeit war es recht ruhig auf der großen Betonplatte an der Eichenstraße. Natürlich bedingt durch die langen Wintermonate, aber auch durch das Fehlen von Jugendlichen. Das hat sich in den vergangenen Wochen aber grundlegend geändert. Nicht nur das Wetter passt, sondern ein buntes Völkchen von Jungen und Mädchen treffen sich dort, skaten, sind auf BMX-Rädern unterwegs, machen Akrobatik oder „quatschen ganz einfach nur“, wie der 14-jährige Knut Stockhausen berichtet. 

Damit sich dort aber alle wohlfühlen, hat die Gruppe sich zunächst erst einmal als Handwerker versucht – mit Erfolg, denn die eine Seite der kleinen Schutzhütte wurde erneuert und in eine Art Pinnwand verwandelt, wo die Jugendlichen sich gegenseitig Nachrichten hinterlassen. Mit dabei ist auch oft Sozialarbeiterin Christine Hummers, die für den städtischen Präventionsrat tätig ist. „Es ist schon toll, dass sich hier eine Gruppe zusammengefunden hat, die nicht nur schnackt, sondern auch anpackt“, so Hummers.

Übung macht den Skate-Meister.

Aber die Skater wollen mehr auf die Beine stellen als nur eine intakte Holzhütte. „Wir können uns vorstellen, einen Basketballkorb aufzubauen und vielleicht noch ein Fußballtor“, hat Luca Jurszyk schon ein paar Ideen. Doch für die Anschaffungen fehlt den Jugendlichen allerdings das nötige Kleingeld, obwohl sich die Preise mit ein paar hundert Euro durchaus im Rahmen halten.

Darum kommt eventuell die Visselhöveder Bürgerstiftung ins Spiel, denn auch Stockhausen und Jurszyk haben mitbekommen, dass die Stiftung vor allem Jugendprojekte fördern will. „Wir sind zwar kein Verein, sondern nur eine lose Gruppe, aber wir wollen etwas für alle Visselhöveder Jugendlichen machen. Vielleicht kann uns die Bürgerstiftung ja dabei unterstützen“, sagt Stockhausen. Auch die weiteren Wünsche sind recht bescheiden: „Eine Mülltonne und vielleicht eine mobile Toilette wären schon ganz schön. Denn jetzt müssen wir immer weit laufen, um eine öffentliche Toilette zu finden. Und vielleicht noch ein im Beton verankertes Stahlrohr für weitere Skatertricks.“

Gemeinsam mit Sozialpädagogin Christine Hummers wollen die Jugendlichen jetzt die Verantwortlichen der Bürgerstiftung ansprechen, um sie von einem Engagement auch mal jenseits von Sportvereinen zu überzeugen. Als eine Art Bewerbung hat die Gruppe ein kleines Video gedreht, das bereits auf dem Youtube-Kanal im Internet zu sehen ist. „Man kann unter ,time to skate V27‘ gucken. Dort findet man einen Kurzfilm über unsere Aktivitäten auf der Skaterbahn“, so Stockhausen, der hofft, dass sich das Kuratorium der Bürgerstiftung dieses Video anschaut.

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