Schnellbuslinie ab 1. August

Viermal täglich ruckzuck nach Walsrode

Am 1. August nimmt die Schnellbuslinie Visselhövede-Walsrode ihren Betrieb auf. Dann geht es viermal täglich hin und zurück. Aber auch der Schnellbus muss sich an Regeln halten. - Foto: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. Bisher ist es richtig kompliziert, wenn Visselhöveder Bürger, die kein Auto haben, zu Fachärzten in der Nachbarstadt Walsrode wollten, denn nichts ist es mit dem öffentlichen Nahverkehr. Das wird sich aber ab August ändern. Dann nimmt die Schnellbuslinie Visselhövede-Walsrode und auch anders herum, ihren Betrieb auf.

Der Visselhöveder Stadtrat hat die Beteiligung an der Finanzierung in Höhe jährlich 15 000 Euro beschlossen. Damit zahlt Visselhövede ein Viertel der geplanten Kosten von jährlich etwa 60 000 Euro. Die Landkreise Rotenburg und Heidekreis sowie die Stadt Walsrode beteiligen sich jeweils mit der gleichen Summe. Die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf teilen sich die vier Vertragspartner, sodass sich die finanziellen Aufwendungen reduzieren.

Die Buslinie, die zweimal vormittags und zweimal nachmittags hin und zurück verkehrt, ist eine Art Versuchsballon und zunächst bis zum 31. Dezember 2020 befristet.

„Wir müssen mal gucken, wie die Strecke angenommen wird“, so Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel. Der sieht immense Vorteile für seine Mitbürger: Nicht nur Arztbesuche und das Walsroder Krankenhaus können so viel leichter erreicht werden, auch die Verbindung per Bahn nach Hannover sei so schneller möglich.

„Erstaunlich war, dass wir Städte und Landkreise die Verbindung sehr schnell und unbürokratisch angeschoben haben. Das Ganze hat nur ein paar Wochen gedauert“, lobte Goebel die „angenehme Zusammenarbeit“, zwischen den Verwaltungen.

Die Wählergemeinschaft WiV hatte im vergangenen Jahr während des Visselhöveder Wochenmarkts Unterschriften für diese Busverbindung gesammelt, gleiches hatte die Walsroder Bürgerliste in ihrem Heimatort unternommen. „Das war wohl auch ein Grund, dass der Kreistag des Heidekreises und auch die Stadt Walsrode diesem Projekt zugestimmt haben“, so WiV-Fraktionschef Eckhard Langanke. Der Beitritt Visselhövedes zum 1. August in den Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen habe der Sache auch in die Karten gespielt, denn so könnten Walsroder per Bus nach Visselhövede fahren und vom Bahnhof problemlos im VBN-Tarif nach Bremen reisen, so Langanke.

Der Visselhöveder hat aber auch einen kleinen Wermutstropfen hinsichtlich der VBN-Mitgliedschaft entdeckt: „Wir werden in Visselhövede nur die Haltestelle am Bahnhof einrichten können. Besser wäre auch ein weiterer Stopp in Kettenburg, aber das funktioniert noch nicht, da das beauftragte Busunternehmen Haller aus Walsrode nicht Mitglied im VBN ist und darum nur eine Haltestelle ansteuern darf, da Visselhövede ja ab dem 1. August zum VBN gehört.“ Aber vielleicht lasse sich später noch etwas regeln, wenn die Fahrgastzahlen stimmten und das Busunternehmen wirtschaftlich profitieren würde.

Astrid Kirmeß (CDU) will noch mehr die Werbetrommel für die Buslinie rühren, „damit es möglichst viele Leute mitbekommen“. Und vielleicht lasse sich so auch der eine oder andere Arbeitsplatz von Visselhövedern in Walsrode besetzen,

Ulf Timmann (Grüne) schlug vor, dass der „Rat mal mitfährt, die Walsroder Kollegen auf halber Strecke trifft und viel Werbung für die Linie macht.“

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