Herbstrallye der MSG Visselhövede

Mit viel PS über Stock und  Stein

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Der Subaru von Christopher Mercer an Aktion. 

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Spektakuläre Drifts, schwitzenden Piloten und aufgemotzte Motoren – die siebte Visselhöveder ADAC Herbstrallye der Motorsportgemeinschaft Visselhövede (MSG) bot den vielen Zuschauern am Samstag am Rande der sieben Wertungsprüfungen Motorsport vom Feinsten.

Vorfreude beim Start: Holger Stamm und Heinz Wawrzyniak (r.)

56 Fahrer und Beifahrer bretterten im Höchsttempo durch die Prüfungen, die die umliegenden Ortschaften umrahmten. „Es sind einfach interessante Autos und man muss bedenken, dass diese Rallye gleichzusetzen ist mit der Zweiten Bundesliga im Motorsport“, freute sich Bürgermeister Ralf Goebel, der mittags den Fahrern auf dem Marktplatz das Startsignal gab. Souverän moderiert mit vielen Informationen über Fahrer und Fahrzeug wurden die Starts von Streckensprecher Martin Kummerwerow. Für Kim Jaworski und Sarah Nolte stieg der Adrenalinspiegel bereits am Vormittag im Rallyezentrum Möhmes Hof in Nindorf. Denn sie waren die Gewinnerinnen einer MSG-Verlosung, die mit dem „Rally-Taxi“ mit Fahrer Friedhelm von Wieding auf die Piste durften und somit einen unvergesslichen Tag als Beifahrer erlebten.

„Ich bin ein bisschen aufgeregt, aber ich bin schon einmal mit einem Bekannten Rallye gefahren“, berichtete Sarah Nolte, die direkt von ihrer Nachtschicht als Arzthelferin in der Notaufnahme von Grömitz nach Visselhövede kam, um ihren Gewinn einzulösen. „Ich bin aufgeregt, freue mich aber auch sehr darauf“, gestand die zweite Gewinnerin Kim Jaworski. Die 18-Jährige fuhr in der WP 4, die Strecke zwischen Nindorf und Jeddingen mit, da dort ihr Fanclub auf sie wartete. „Ich bin zwar noch nie ein Rennen mitgefahren, war aber die Jahre zuvor als Sicherungsposten von der Feuerwehr dabei“, berichtete die angehende Heilerziehungspflegerin.

Wertungsprüfungen von 35 auf 70 Kilometer erweitert

Und der Fahrer selbst? Geht bei zwei so hübschen Mitfahrerinnen nicht auch der Puls ein bisschen höher, vor allem der Verantwortung wegen? „Meine Tochter Sina habe ich schon öfter mitgenommen. Außerdem wurden meine Beifahrerinnen gut instruiert!“, betonte von Wieding, der mit seinem BMW M3 die Damen außerhalb der Wertung mit der Startnummer 00, über die Strecke chauffierte. Als Rallye-Guide für die Gewinnerinnen übernahm Stephanie Weidel die Verantwortung für den Tagesablauf und betreute die beiden jungen Damen. Anschließend wurden die einzelnen WP-Bereiche abgefahren und ein Roadbook erstellt.

„Die ganze Organisation ist schon anstrengend, aber macht riesigen Spaß “, betonte MSG-Sprecher Jens Dräger. „Die Wertungsprüfungen wurden von 35 auf 70 Kilometer erweitert“ Das bedeutete für Fahrer und Beifahrer doppelten Spaß, aber auch doppelte Arbeit. Aber zum MSG-Jubiläum ist uns das wert.“

7. Herbstrallye in und um Visselhövede

„Wir sind vom AMC-Asendorf bei Nienburg als Streckenposten eingesprungen, da unsere Visselhöveder Freunde nicht genug Leute hatten“, informierte Dennis Paunau, der mit Julian Schaper den Streckenposten Kettenburg-Wehnsen übernahm und bereits einige Stunden vor dem Rennen für Absperrung und Sicherheit sorgte. „Nein, langweilig wird es hier nicht“, informierte Schaper.

Die Autos blieben überwiegend heil, nur ein Zuschauer verletzte sich am Knie. Der Mann stand verbotener Weise innerhalb der Sperrzone im Bereich der Wertungsprüfung Nindorf–Jeddingen und verdrehte sich das Gelenk beim Weglaufen, als ein Rennwagen leicht aus der Spur driftete.

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