Viel Platz für Häuslebauer

Baugebiet Zollikoferstraße-Ost ist auf dem Weg

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Das Holz liegt wohl nicht für ein Blockhaus bereit, aber das Areal zwischen der Berg- und der Mühlenstraße (hinten ist das Mühlengebäude zu sehen) sowie der Zollikofer- und der Friedrich-Freudenthal-Straße wird wohl schon im kommenden Jahr bebaut.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Vor gut drei Jahren hat die Stadt Visselhövede gemeinsam mit der Firma AGS-Planungsgesellschaft ein Baulückenkataster erstellt, um die Möglichkeiten auszuloten, wo direkt im Stadtkern noch freie Flächen zur Verfügung stehen. Eine Arbeit, die sich gelohnt hat, denn während auf dem kleineren Areal an der Friedrich-Ebert-Straße schon die Rohbauten stehen, nimmt die Verwaltung jetzt das wesentlich größere Gebiet Zollikoferstraße-Ost in Angriff.

Insgesamt gut 47.000 Quadratmeter stehen zwischen der Zollikofer- und Friedrich-Freudenthal-Straße im Westen und Osten sowie zwischen der Berg- und der Mühlenstraße im Norden und Süden zur Verfügung.

Allerdings werden wohl zunächst nur 18 Grundstücke für Bauwillige von Interesse sein, weil alle anderen Flächen zurzeit noch als Gärten der an den genannten Straßen liegenden Häuser genutzt werden.

Eine Abfrage der Verwaltung bei diesen Eigentümern hatte ergeben, dass die meisten ihre Grundstücke zwar nicht verkaufen wollen, aber Interesse daran haben, dass auch ihre Gärten zu Bauland werden können – weil das ihre Grundstücke natürlich enorm aufwertet.

Der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung hat jetzt zunächst einmal grünes Licht gegeben, das Änderungsverfahren für den Bebauungsplan einzuleiten. „Wenn alles klappt, rechnen wir 2019 mit einem Baubeginn“, informierte Bauamtsleiter Gerd Köhnken.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sollen eingeschossige Wohnhäuser entstehen. Für das Mühlengebäude an der gleichnamigen Straße sieht die Verwaltung eine gestaffelte Nutzung vor. Das jetzt noch als Parkplatz genutzte freie Grundstück an der Bergstraße soll ebenfalls als Wohnbaufläche ausgewiesen werden.

Größtmögliche Flexibilität

Bürgermeister Ralf Goebel hatte in den vergangenen Monaten viele intensive Gespräche mit den Eigentümern des Areals geführt. „Jetzt hat er sie überzeugt und die Käufe und Verhandlungen sind soweit fortgeschritten, dass in die konkrete Bauleitplanung eingestiegen werden kann“, freut sich Ausschussvorsitzender Dieter Carstens (CDU).

Bei den baulichen Festsetzungen wollen die Sachbearbeiter im Rathaus größtmögliche Flexibilität walten lassen und darum den gesamten Bereich einem Änderungsverfahren unterziehen. „So ist im zurzeit gültigen Bebauungsplan zum Beispiel noch die Firstrichtung der Häuser angegeben. Das sollten wir herausnehmen“, machte Brunhilde Arps aus dem Bauamt deutlich.

Die Zufahrt zum neuen Baugebiet soll über die Mühlenstraße erfolgen. Damit die künftigen Bewohner des Areals aber nicht jedes Mal „hintenrum müssen“, um zu den Geschäften im Bereich Goethestraße zu gelangen, ist ein Fußweg zur Zollikoferstraße geplant.

Und wenn die Verwaltung schon mal den Zeichenstift für das Gebiet ansetzen muss, dann wird auch ein Verkehrskreisel eingeplant, der im Zuge des Ausbaus der Landesstraße am Einmündungsbereich Zollikofer-, Soltauer- und Große Straße entsteht.

2015 hatte die Stadt bei der Visselhöveder Firma AGS das Baulückenkataster in Auftrag gegeben. Und dabei kamen erstaunliche Zahlen heraus: „Wir haben insgesamt rund 190 .000 Quadratmeter freie Flächen im Stadtgebiet, die bebaut werden könnten“, so Stadtplaner Ekkehard Tamm seinerzeit. Der Platz reiche für die nächsten 15 bis 20 Jahre, um das Ziel zu verwirklichen, jedes Jahr 36 Einwohner mehr in Visselhövede zu zählen.

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