Versammlung beim Hegering / Afrikanische Schweinepest rückt heran

Nicht nur der Wolf bereitet Sorgen

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Vorstand und geehrte Mitglieder des Visselhöveder Hegerings (hinten v.l.): Hans-Jürgen Ohlhoff, Frank Hayer, Gerhard Warnke, Sven Gehrke (vorn v.l.): Dieter Wurmehl, Marie-Luise Müller, Carmen Hayer und Rolf Lünsmann.

Nindorf - „Nachdem Wölfe vermutlich ein Dutzend Schafe getötet haben und Wölfe im vergangenen Jahr in Ottingen und Lüdingen nachweislich für Risse von Schafen verantwortlich waren und obendrein auch bei Wittorf gesehen wurden, müssen wir davon ausgehen, dass sie jetzt häufiger bei uns auftauchen“, verdeutlichte Hans-Jürgen Ohlhoff, Visselhövedes Hegeringsleiter.

Aber nicht nur der Wolf macht Sorge: Ohlhoff rief die Hegeringmitglieder während der Jahreshauptversammlung in der Nindorfer Gaststätte Möhmes Hof auf, Blutproben von erlegten Wildschweinen zu nehmen, um diese auf afrikanische Schweinepest untersuchen zu lassen. „Die rückt von Osten immer näher und birgt eine Gefahr für die heimische Landwirtschaft!“

Naturschutzobmann Heinrich Freytag berichtete, dass Nistkästen für Schleiereulen- und Turmfalken angebracht wurden. „Dieses Projekt wird im Rahmen des Naturschutzkonzeptes unterstützt, und auch der Hegering wird bei der Beschaffung von Baumaterial helfen.“

Des Weiteren seien in einer ehemaligen Kiesgrube freie Flächen gemulcht worden, damit Amphibien gute Lebensbedingungen vorfänden.

Freytag machte auch deutlich, was Säume und Randstreifen so wertvoll für den Artenschutz machen: „Sie bieten Rückzugsräume für Rebhuhn, Feldhase und Insekten und sind auf kleinstem Raum unverzichtbare Lebensgrundlagen für viele Tier- und Pflanzenarten. Sie sind Nahrung, Deckung, Brut- und Nistplätze, Rückzug- und Lebensraum für viele Arten.“

90 Prozent der Junghasen würden am Randstreifen gesetzt. 100 Insektenarten lebten von einer Pflanzenart. Kleinvögel und Rebhühner erhielten von den Fruchtständen und Stauden ihre Winternahrung oder pickten Insektenlarven aus den hohlen Stängeln, erläuterte der Wehnser.

Geehrt wurden Heinrich Grünhagen für 60 Jahre Deutschen Jagdverband (DJV), Hermann Röhrs für 50 und Dieter Wurmehl für 40 Jahre. Für ein Vierteljahrhundert gab es Auszeichnungen für Gerhard Warnke, Sven Gehrke, Edeltraut Steinkamp, Dierk Kettenburg und Rolf Lünsmann. Seit zehn Jahren ist Marie-Luise Müller im DJV. Bei den Bläsern erhielten Carmen und Frank Hayer eine Anerkennung für fünf Jahre.

aki

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