Kompetenzen bündeln

Erstes Treffen der Chefsekretärinnen der Bürgermeister

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Die Chefsekretärinnen der Bürgermeister der Städte und Kommunen des Landkreises trafen sich zum ersten Workshop in Visselhövede. Ziel ist eine bessere Vernetzung untereinander. 

Visselhövede - Von Jens Wieters. Warum nicht mal von den Erfahrungen anderer Städte und Gemeinden zu bestimmten Themenbreichen profitieren? Warum nicht mal den kleinen Dienstweg nutzen, wenn der große zu lange dauert? Eine bessere Vernetzung untereinander war das Hauptanliegen des ersten Treffens der Chefsekretärinnen der kommunalen Hauptverwaltungsbeamten des Landkreises, wie die Bürgermeister offiziell heißen, in Visselhövede.

Kirsten Licher-Hellberg, Sekretärin des Visselhöveder Bürgermeisters Ralf Goebel, hatte die Idee, die von elf ihrer Kolleginnen begeistert aufgenommen wurde.

„Es versteht sich natürlich von selbst, dass nicht alle zu einem bestimmten Termin Zeit haben, aber ich bin mit der Resonanz zufrieden“, so Licher-Hellberg. Man telefoniere zwar häufiger von Rathaus zu Rathaus, aber „wir kennen uns dennoch nicht wirklich“.

Kommunen profitieren

Darum hat sich Licher-Hellberg überlegt, dieses Treffen ins Leben zu rufen. Neben den persönlichen Dingen standen während des eintägigen Workshops auch die komplexen beruflichen Anforderungen in den Vorzimmern der Bürgermeister im Mittelpunkt.

Denn die Zeiten, als die Sekretärinnen lediglich für die Bewirtung bei Veranstaltungen zuständig waren, sind längst vorbei. „Auch heute sorgen wir dafür, dass dann alles klappt, aber wir führen umfangreiche Kalender, koordinieren eine Vielzahl von Terminen, bereiten komplizierte Sachverhalte in den Beschlussvorlagen für die Räte und Fachausschüsse vor. Und das alles nicht mehr nur auf Papier, sondern auch digital“, berichtet Licher-Hellberg.

„So hat jede meiner Kolleginnen bestimmte Qualitäten, die wir aber alle durch eine bessere Vernetzung nutzen könnten.“ Warum solle Visselhövede nicht davon profitieren, wenn zum Beispiel zum Thema Kultur die Kollegin in der Samtgemeinde Geestequelle wisse, wo man Fördergelder bekommen könne, bringt Licher-Hellberg den Sinn und Zweck des Treffens auf den Punkt. Oft helfe in manchen Situationen auch der kleine Dienstweg und ein wenig Unterstützung. „Wir wollen einfach unsere Kompetenzen bündeln und erweitern.“

Begleitet wurde der Tag von Systemberaterin Ilona Nothan aus Großburgwedel, die den Frauen viele Tipps und Anregungen gab, wie sie ihre Stellung in den Rathäusern stärken können.

Zweimal jährlich seien künftig solche Treffen geplant, bei denen auch bestimmte Schulungen im Programm sein können. „Der Anfang ist zumindest mal gemacht“, freut sich Licher-Hellberg.

Unterstützung bekommt sie auch von ihrem Chef: „Ich finde das prima, dass diese Art von Vernetzung einfach und unkompliziert entstanden. Eine Zusammenarbeit, von der alle Kommunen nur profitieren können“, betont Ralf Goebel.

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