Vermeintliche Plage in der Region / Visselhöveder geben Tipps

Bei Wespen-Nestern nicht gleich Hilfe holen

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Die Wespe ist zurzeit ein häufiger, aber ungebetener Gast auf Terrassen und Balkonen in Visselhövede.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Kaum hat man es sich im Garten mit einem Eis, Getränk oder Kaffee und Kuchen gemütlich gemacht, kommen sie auch schon angeflogen, und bedienen sich unaufgefordert an der Kaffeetafel. Die Rede ist natürlich von Wespen, den kleinen Plagegeistern, die auch mächtig zustechen, wenn ihnen einer quer kommt. Glücklich ist, der nicht allergisch auf die Stiche der Wespen reagiert. In diesem Jahr scheinen sie besonders lästig und aggressiv zu sein.

„Die Wespen sind nicht aggressiver als sonst, aber dadurch, dass sie in diesem Jahr vermehrt vorkommen, kommt es einen nur so vor“, erklärt Schädlingsbekämpfer Friedhelm von Wieding, der in diesen Tagen viel zu tun hat. Die vermeintliche Plage liege nur bedingt am milden Winter. Dabei rät er: „Wer ein Wespennest in der Nähe entdeckt, muss nicht gleich Hilfe holen, wenn es an der Stelle nicht stört. Es sei denn, jemand in der Familie reagiert allergisch auf Wespenstiche.“

Natürlich stören die schwarz-gelb-gestreiften Flieger besonders an Rollkästen und in Eingangsbereichen. Doch die Devise lautet Ruhe bewahren, auf keinen Fall selbst mit irgendwelchen Hausmitteln versuchen, sie zu vertreiben. „Manche versuchen mit Feuer die Nester auszubrennen. Doch das ist sehr gefährlich. Denn die Wespen können selbst brennend noch wegfliegen und großen Schaden anrichten“, mahnt von Wieding.

Wenn man kein Nest sieht, aber die Wespen lästig werden, kann man auch Fallen aufstellen, in denen ein Lockmittel enthalten ist. „Die Tiere werden durch den Duft angelockt und kommen nicht mehr aus der Falle raus.“

Zurzeit testet die Bäckerei Tamke diese Fallen in einigen ihrer Filialen. Denn diese ziehen besonders viele Wespen an. „Im letzten Jahr hatten wir keine und in diesem besonders viele“, weiß Bäckermeister Heiner Tamke zu berichten. Eine hundertprozentige Lösung hat er allerdings auch nicht. Die Läden möglichst kalt halten, dass mögen die Tiere nicht. Der Haken dabei: Die Türen gehen durch die Kunden immer wieder auf. Die einzelnen Filialen versuchen es mit allerhand Tricks, Herr über die Wespen zu werden, beispielsweise mit Klebefallen, Infrarotlicht, beziehungsweise hellem blauen Licht. „Doch die Läden sind oft zu hell, so dass die Lichter nur bei Nacht helfen“, so Tamke.

Spätestens zum ersten Bodenfrost sind die Wespen aber wieder verschwunden. „Die meisten sterben ab – die alten Nester werden nicht wieder neu besiedelt“, erklärt von Wieding.

Und wer doch einmal unfreundliche Bekanntschaft mit dem Stachel des Insekts macht: Wenn möglich gleich die Stichwunde aussaugen, kühlen und das alte Hausmittel Zwiebel drauf? „Kann man machen, auch Quarkwickel helfen“, informiert Apotheker Matthias Gutermann, der zurzeit vermehrt Gels und Cremes, teilweise mit Cortison, zum Abschwellen an die geplagten Kunden ausgibt. „Wer allergisch reagiert, muss natürlich sofort zum Arzt. Die Allergiker haben immer einen „Pen“ dabei. Werden sie gestochen, kann der Adrenalin-Autoinjektor direkt durch die Hose in den Oberschenkel gestochen werden.“

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