Im CDU-Gemeindeverband

Verkehrswegeplan ist Thema

MdB Kathrin Rösel (2.v.l.) versprach im Beisein der CDU-Vorstandsmitglieder (v.l.) Andreas Heinrich, Bernd Luttmann, Petra Többe und Michael Meyer einen Vor-Ort-Termin bezüglich der Amerika-Linie.

Jeddingen - „Mir ist es wichtig, die zentralen Themen vor Ort aus erster Hand zu erfahren“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete Kathrin Rösel während ihres Besuchs in Visselhövede. Denn nur so könne sie sich effektiv in Berlin für den Wahlkreis engagieren.

Auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes Visselhövede besuchte die Abgeordnete die südlichste Stadt im Landkreis Rotenburg. Der aktuelle Bundesverkehrswegeplan, das Fracking-Gesetz und der Ausbau von Gewerbe waren nur einige der Themen, die von den Vorstandsmitgliedern an die Bundestagsabgeordnete herangetragen worden seien, heißt es in einer Mitteilung. „Die Bürger befürchten eine massive Zunahme von Verkehrslärm aufgrund des geplanten Ausbaus der Amerika-Linie“, erläuterte demnach der Vorsitzende Bernd Luttmann. 

Die Problematik des Ausbaus der Bahnstrecke Langwedel-Uelzen bestehe darin, dass die Bahnlinie genau durch den Ort führe und dort bisher keine Lärmschutzwände stünden. Darüber hinaus seien die Übergänge schon heute häufiger geschlossen. Dieses Problem würde sich bei einer Zunahme des Schienenverkehrs weiter verschärfen. „Hier müssen vernünftige infrastrukturelle Lösungen her“, forderte der stellvertretende CDU-Vorsitzende Michael Meyer. „Darüber hinaus haben wir gegenwärtig keine verlässlichen Fakten darüber, wann mit einem Baubeginn zu rechnen ist und wie viele Züge letztlich die Strecke passieren sollen“, ergänzte Andreas Heinrich, der zweite Stellvertreter von Luttmann.

Kathrin Rösel sprach sich für eine umfassende Beteiligung aller Betroffenen aus: „Nur durch größtmögliche Transparenz und einen abgestimmten Planungsprozess sind den Bürgern die Befürchtungen zu nehmen. Daher werde ich mich beim Bundesverkehrsministerium für die Initiierung eines Vor-Ort-Termins einsetzen.“

Mit Wittorfs Ortsbürgermeister Willi Bargfrede sprach die Bundestagsabgeordnete über das neue Fracking-Gesetz und die Auswirkungen auf die beiden Verpressstellen für das Lagerstättenwasser. „Das darf künftig nur in den Tiefen verpresst werden, aus denen es gefördert wird. Es gelten nun verschärfte Umweltverordnungen. Das Land kann zudem bestimmte sensible Gebiete, zum Beispiel die Rotenburger Rinne, von der Verpressung ausschließen“, erklärte Rösel bei ihrem Besuch.

jw

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