Weihnachtlich wird´s trotzdem

Verbot für Lichterketten in der Visselhöveder Innenstadt

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Die Lichterketten sind im Bauhof gelagert und dürfen nicht mehr über die Bundesstraße gespannt werden. - Foto:

Visselhövede - Von Jens Wieters. Jahrzehntelang sorgten sie in der Visselhöveder Innenstadt zur Adventszeit für eine heimelige Atmosphäre, jetzt hat das Straßenbauamt aus Verden das Anbringen der Lichterketten über die Goethe- und Große Straße untersagt. Damit es beleuchtungstechnisch doch noch weihnachtlich wird, hat der Gewerbeverein einige Maßnahmen geplant.

Ganz überraschend kommt das Verbot für die Lichterketten über die Bundesstraße allerdings nicht, denn in den vergangenen Jahren gab es aus der benachbarten Reiterstadt immer nur eine Ausnahmegenehmigung für das Anbringen der Lichterketten. „Die gibt es jetzt allerdings nicht mehr, da sich die Richtlinien und Vorschriften geändert haben“, berichtet die städtische Ingenieurin Gaby Behrens über die Post aus Verden. Um die Ketten wieder für nur rund vier Wochen anzubringen, wären Gutachten hinsichtlich der Zugfestigkeit der in den Fassaden der angrenzenden Häuser angebrachten Haken erforderlich gewesen. „Es geht auch um Windlast und ähnliche Dinge, all das hätte finanziell jedoch nicht im Verhältnis gestanden“, so Behrens.

Weihnachtssterne mit moderner LED-Beleuchtung

Aber der Gewerbeverein hat sofort reagiert, als er von dem Verbot Wind bekam. „Es werden jetzt extra Weihnachtssterne mit moderner LED-Beleuchtung angefertigt, die dann an den Straßenlaternen in der Innenstadt angebracht und von dort auch mit Strom versorgt werden“, verrät Nicole Fedderken-Pries vom Gewerbeverein. Die neugestalteten und bogenförmigen Sterne würden ebenfalls ein wenig in den Straßenraum hineinragen, sodass der Eindruck entstünde, dass die Lichter auch von oben und nicht nur von der Seite leuchten würden.

Die Kosten dafür übernehme der Gewerbeverein, um den Kunden auch optisch „ein weihnachtliches Visselhövede“ zu bieten. „Denn gerade die Blickrichtung vom Kreisel in Richtung Kirche braucht einfach eine schöne, adventliche Beleuchtung“, so Fedderken-Pries.

Aber so ganz in der Versenkung verschwinden sollen die alten Lichterketten dann aber doch nicht. „Wir planen, sie an ausgesuchten Giebeln der Häuser in der Innenstadt anzubringen. Dafür laufen bereits einige Gespräche und viele Hauseigentümer sind sogar bereit, die Ketten das ganze Jahr dort hängen zu lassen, aber beleuchtet natürlich nur zur Weihnachtszeit“, so Fedderken-Pries, die aber noch nicht ganz sicher ist, ob diese Art der Festbeleuchtung noch in diesem Jahr zu realisieren ist.

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