Hans Scheele fordert entsprechende Beschilderung oder Schrankenlösung

„Verbot für Elterntaxis“

Unter anderem an der Wedekindstraße an der Einmündung der Mozartstraße könnte laut Hans Scheele die gleichen ...
+
Unter anderem an der Wedekindstraße an der Einmündung der Mozartstraße könnte laut Hans Scheele die gleichen ...

Visselhövede – Morgens ab 7.15 Uhr und zur besten Mittagszeit kann der Visselhöveder Hans Scheele nur mit dem Kopf schütteln, wenn er vor seine Haustür tritt. Denn dort, wo sich die Gerhart-Hauptmann-Straße mit der Wedekindstraße trifft, und vor der Auffahrt zum Parkplatz der Oberschule, herrscht jeweils für eine halbe Stunde ein großes Verkehrschaos. „Der Grund sind die vielen sogenannten Elterntaxis“, sagt Scheele und meint Mütter und Väter, die ihre Kinder fast bis auf den Schulhof der Kastanien-Grundschule und der Oberschule kutschieren. „Das dort noch nichts Schlimmes passiert ist, ist echt ein Wunder.“

Der Pensionär hat jetzt während der Bürgerfragestunde der Schulausschusssitzung das Wort ergriffen und fordert ein „Verbot der Einfahrt“ für die Elterntaxis. „Das ist doch mit einer ganz einfachen Beschilderung zu machen“, so Scheeles Forderung, der schon öfter der Visselhöveder Stadtverwaltung mit Ideen hilfreich zur Seite gestanden hat. Nicht zuletzt sind Skizzen der neuen Bushaltestelle vor der Sporthalle Auf der Loge zunächst auf seinem privaten Schreibtisch entstanden.

Gerade angesichts der Inbetriebnahme des Primar Campus, der im kommenden Sommer Kindergarten- und Krippenkinder sowie Grundschüler beherbergen soll, sei es laut Scheele nötig, dass die Stadt den elterlichen Hol- und Bringdienst unterbinde. Zwar weiß auch Scheele, dass es bereits Beschlüsse gibt, dass ein Teil der Gerhart-Hauptmann-Straße von der Wedekindstraße bis zur Oberschule zur Einbahnstraße umfunktioniert werden soll und nur noch in Richtung Majorsbruch zu befahren sein wird. Aber das reicht ihm nicht: „Man muss das Ganze im Zusammenhang sehen. Bei der Lösung mit der Einbahnstraße wird der Verkehr nur anders verteilt. Das Verkehrsvolumen wird aber nicht vermindert.“ Ihm schwebt vor, dass die Elterntaxi-Verbotsschilder an der Einmündung der Mozartstraße in die Lönsstraße sowie kurz hinter der Einfahrt Wedekindstraße vom Waldweg aus gesehen angebracht werden, außerdem ein weiteres Schild an der Einfahrt der Gerhart-Hauptmann-Straße zum Waldweg. So hätten Eltern die Möglichkeit, ihre Autos problemlos auf der Freifläche zu wenden und ihre Kinder von dort aus zur Schule gehen zu lassen, ganz genauso wie die Schüler, die aus den Bussen aussteigen.

Eine Einschränkung macht Scheele bei seiner Idee aber doch: „Für Eltern, deren Kinder im Kindergarten oder in der Krippe betreut werden, muss die Einfahrt in die Wedekindstraße vom Waldweg aus oder über die Mozartstraße von der Lönsstraße aus weiterhin gestattet sein. Das kann man aber sicherlich alles auf den Schildern darstellen.“

Auch über den Lehrerparkplatz zwischen dem neuen Primar Campus und der Turnhalle hat sich Scheele seine Gedanken gemacht: „Autos, die vom Parkplatz der Grundschule fahren, sollten die Möglichkeit haben, entweder über die Gerhart-Hauptmann-Straße oder die Wedekindstraße den Schulbereich zu verlassen.“ Dadurch würde der Verkehr ausgeglichener über beide Straße verteilt und es würden weniger Kilometer gefahren.

Dass sich aber nicht alle Eltern an solch ein Verbot halten werden, hatte sich in den vergangenen Monaten bereits mehrfach auf der bis dahin noch bestehenden Bushaltestelle gezeigt, als es häufig zu gefährlichen Situationen gekommen war.

Sollten die Eltern das Verbot zur Einfahrt ignorieren, könnten auch radikalere Maßnahme erfolgen. Scheele nennt das Beispiel Oyten im Kreis Verden, wo die Gemeinde einen entsprechenden Schritt gemacht habe, nachdem gutes Zureden und Verbote über Jahre nichts gebracht hätten. „Dort wird eine Straße, an der eine Gesamtschule, eine Grundschule und eine Kita liegen, morgens und mittags für Elterntaxis durch Schranken gesperrt.“ Die Schranken dürften nur von Anwohnern, der Beschäftigten der Kita und Schulen, dem Schulbus sowie der Eltern der Kita-Kinder passiert werden. „So etwas könnte man doch auch bei uns einrichten“, glaubt Scheele.

Der Visselhöveder hofft, dass die entsprechenden Gremien der Stadt seinen Vorschlag möglichst zeitnah diskutieren. Und er hat einen weiteren Vorteil für die Kinder ausgemacht: „Sie sind morgens an der frischen Luft, sehen ein bisschen was von der Natur und können sich mit ihren Freunden noch vor dem Unterricht austauschen.“

... Schilder aufgestellt werden wie in Rotenburg, wo die Hol- und Bringzone ausgewiesen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Nach Gnabry-Schreck: Perfekter Bayern-Start gegen Atlético

Nach Gnabry-Schreck: Perfekter Bayern-Start gegen Atlético

Lukaku verhindert Gladbacher Traumstart in die Königsklasse

Lukaku verhindert Gladbacher Traumstart in die Königsklasse

Pixel 5 und 4a 5G im Praxistest

Pixel 5 und 4a 5G im Praxistest

Mit kleinen Kutschen durch Corona-Sommer

Mit kleinen Kutschen durch Corona-Sommer

Meistgelesene Artikel

Kommentare