Automatendefekt am Bahnhof

VBN-Tickets gibt es jetzt auch im Bürgerbus

Wolf Fischer, Fahrer der ersten Stunde, zeigt wie es geht: Ein paar Klicks – und schon gibt es das VBN-Tickt nach Bremen auch im Visselhöveder Bürgerbus. Das ist allerdings nur vier Stunden ab Ausstellung gültig. - Foto: Wieters
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Wolf Fischer, Fahrer der ersten Stunde, zeigt wie es geht: Ein paar Klicks – und schon gibt es das VBN-Tickt nach Bremen auch im Visselhöveder Bürgerbus. Das ist allerdings nur vier Stunden ab Ausstellung gültig.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Fahrgäste, die in der vergangenen Woche von Visselhövede aus per Zug nach Bremen oder Uelzen fahren wollten, guckten ein wenig ratlos aus der Wäsche. Denn der Ticketautomat am Bahnhof war nicht mehr da. Also blieb den Fahrgästen nur die Möglichkeit, in den Zug einzusteigen und dem Schaffner das Dilemma zu erklären. Aber es gibt eine weitere Alternative: Denn im Bürgerbus kann man ab sofort VBN-Fahrkarten lösen.

„Es war bisher aber nur wenig bekannt, dass unser Bürgerbus quasi ein rollender Fahrkartenautomat ist“, sagt Bürgerbusvorsitzender Eckhard Langanke. Denn seit August ist die Stadt Visselhövede Mitglied des Tarifverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN). Damit gehört auch der Bürgerbus dem VBN an und ist legitimiert, Tickets zu verkaufen.

Das wurde allerdings erst in der vergangenen Woche fleißig genutzt. Denn der Fahrkartenautomat am Bahnhof war von Unbekannten so massiv beschädigt worden, dass er von der Bahn abgebaut werden musste. Fahrgästen, die die Züge nutzen wollten, blieb vor Ort nur die Möglichkeit, ohne gültige Karte in den Erixx einzusteigen – natürlich immer mit dem blöden Gefühl im Bauch, bei einer Kontrolle der Schwarzfahrerei verdächtigt zu werden.

Mittlerweile steht zwar wieder ein Automat am Bahnhof, allerdings bleibt der Bildschirm zurzeit noch dunkel. Wahrscheinlich muss erst die richtige Software aufgespielt werden. „Aber die Leute können ja auch bei uns die Fahrkarten kaufen“, so Langanke, der mit seinen Vereinsmitgliedern den Fahrplan des Bürgerbusses ein wenig modifiziert hat. „Unser Bestreben ist es, mehrmals täglich so am Bahnhof zu sein, dass unsere Fahrgäste die Züge erreichen, ohne lange warten zu müssen.“

Der Haken an den Tickets: Sie gelten nur vier Stunden lang

So kann zum Beispiel ein Bürgerbus-Fahrgast aus Schwitschen am Dohrmanns Horst ein Ticket zum Bremer Hauptbahnhof lösen. Das kostet 10,50 Euro – für die einfache Fahrt. Auch eine Rückfahrt kann man gleich buchen und bezahlen.

Aber jetzt kommt der Haken an der Sache. Denn die Fahrkarte von Schwitschen bis nach Bremen ist nämlich nach Erwerb nur vier Stunden gültig. „Da hat man also kaum Zeit, sich in der Hansestadt umzusehen. Besser ist es also, bei uns nur eine Hinfahrkarte zu kaufen und sich in Bremen das Rückfahrticket zu sichern“, so Langanke, der „auch nicht so genau weiß, warum diese Vier-Stunden-Frist vom VBN eingerichtet worden ist“.

Eine weitere Sache beim Ticketkauf im Bürgerbus, die nicht so ganz ausgegoren ist, ist die Größe des Fahrscheins. Denn die bei den Fahrern gekauften Exemplare lassen sich nicht in dem blauen Kasten am Bahnhof entwerten. Sie sind schlicht zu groß.

„Aber wir haben Rückmeldungen bekommen, dass die Zugbegleiter über diese Umstände informiert sind und die Fahrkarte problemlos anerkennen“, informiert der Vorsitzende des Bürgerbusvereins.

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