Neue Produktion des Theaters Metronom feiert Premiere

„Die Unsterblichen“

Moritz von Zeddelmann und Karin Schroeder während der Probe. Fotos: Kirchfeld

Hütthof - Von Angela Kirchfeld. Der Traum vom Fliegen, lange Haare, Rebellion gegen die Eltern, unbeschwerter Urlaub in Italien, Demos, der Geschmack von Freiheit und das Gefühl und unsterblich zu sein: Wer kennt diese Dinge nicht, wenn man jung ist? Doch was bleibt von diesen Träumen und Wünschen? Plötzlich stellt man schmerzhaft fest, dass auch ein Superheld nicht unsterblich ist.

Aber genau darum heißt, die neueste Produktion des Hütthofer Theaters Metronom „Die Unsterblichen“. Das Stück, das sich mit der Problematik der Jugend und deren Wünsche, Ängste und Hoffnungen auseinandersetzt, feiert am Freitag, 25. Oktober, ab 20.30 Uhr Premiere.

Dabei ist der Produktion ein echter Zufallstreffer vorausgegangen. Denn der Schauspieler und Synchronsprecher Moritz von Zeddelmann war mit seiner Familie im Sommer von Hamburg aufs Land gezogen und hatte sich seinen neuen Nachbarn vorgestellt. Unter anderem auch den Theaterleuten Karin Schroeder und Andreas Goehrt vom Metronom.

„Zwei Wochen später habe ich das Buch ,Die Unsterblichen‘ von Mutter und Sohn Rike und Max Reiniger gelesen, und mir sofort Gedanken gemacht, wie man das Buch in ein Theaterstück umwandeln kann“, erinnert sich Karin Schroeder an den Zeitpunkt, als die Idee geboren wurde.

Das Problem – ein junger Mann musste her. Da fiel Andreas Goehrt der 31-jährige neue Nachbar ein, und der musste nicht lange überlegen, sagte begeistert zu und verkörpert nun unter anderem die Rolle des Pauls.

Der kämpft in dem Stück als junger Mann gemeinsam mit Anna gleichermaßen um besetzte Häuser und um die erste Liebe. Sie sind frei. Sie sind wie ihre Freunde Superhelden und unsterblich. Sie wollten den Aufstand, raus aus dem System und die Welt verändern.

Eine Generation später treffen die beiden Superhelden im Jenseits aufeinander. Was ist aus der damals unschuldigen Utopie geworden? Das System des Gewinner-Verlierer-Spiels scheint wie ein Naturgesetz zu funktionieren. Paul hat die Freiheit nur einen Schritt weit entfernt gefunden, während Anna sich mit den Widersprüchen arrangiert hat und die Schönheit des Lebens sucht. „Jeder hat nur ein Leben und wenn man das nicht lebt, ergibt es überhaupt keinen Sinn. Die Welt hat sich verändert und wir haben dazu beigetragen!“

Das Stück spielt in den 1980er-Jahren, mit der entsprechenden Musik. „Auch heute gibt es wieder eine Bewegung, die ,Fridays for Future‘, in der sich Kinder und Jugendliche für etwas einsetzen“, zieht Karin Schroeder die Parallele.

Das schwere Thema wird von Regisseur Leon Wierer leicht verpackt. Dem 26-jährigen Wahl-Hildesheimer, der bereits das Stück „Däumelin“ im Metronom inszeniert hatte, gelingt das unter anderem, in dem er seine Superhelden-Protagonisten in der Comicsprache auf die Bühne bringt. Dazu trägt das zeitweise knallig-bunt beleuchtete Bühnenbild von Andreas Goehrt bei. Besonders genial und berührend wirkt die Szene, wenn sich Anna und Paul in der Zwischenwelt treffen. Auf einem Gerüst. Vor dem weißen Hintergrund und weißen Boden wirkt es so, als ob sie schweben.

Weitere Aufführungen gibt es am Samstag, 26. Oktober, ab 20.30 Uhr sowie am Sonntag, 27. Oktober, ab 19.30 Uhr, Freitag, 1. November, ab 20.30 Uhr und Sonntag, 2. November, ebenfalls ab 20.30 Uhr. Kartenreservierungen sind unter der Telefonnummer 04262 / 1399 ab sofort möglich.me

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