Thema im Umweltausschuss

Erweiterung des Grünsammelplatzes sorgt für Diskussion

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Auf dem Sammelplatz für Grünabfälle in Nindorf-Paterbusch herrschen manchmal chaotische Zustände. Das wissen auch die Politiker und haben im Umweltausschuss über die geplante Erweiterung debattiert.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Jeden Mittwoch und jeden Samstag reggiert das Chaos auf dem Grünsammelplatz der Stadt Visselhövede in Nindorf-Paterbusch. Denn Auto reiht sich an Auto und Anhänger stehen kreuz und quer auf dem für den Andrang viel zu kleinen Gelände an der Landesstraße 171. Und genau darum plant die Stadt eine Erweiterung des Platzes. Das wiederum hat aber im Umweltausschuss für eine Debatte gesorgt.

Im Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr steht nämlich eine Viertelmillion Euro für Erweiterungsmaßnahmen. Davon will allerdings der Landkreis 186 500 Euro schultern, da die Abfallbeseitigung Aufgabe des Kreises ist. Dennoch ist das viel Geld. „Zu viel“, sagt Heiner Gerken (Grüne), der auch weiß, dass vor allem das Verkehrsproblem an der Landesstraße gelöst werden muss. Aber der Wittorfer stellt das System Grünsammelplatz grundsätzlich auf den Prüfstand: „Jeder sollte sich selbst mal hinterfragen, ob er jedes Blatt auf dem Rasen zusammenharken oder kratzen muss, um es dann zur Deponie zu bringen. 

Besser wäre es zum Beispiel, im Herbst das Laub auch mal liegen zu lassen oder unter die Büsche zu harken, um Tieren einen Unterschlupf zu ermöglichen. Alle wollen Naturschutz, dann muss man mal in seinem Garten anfangen.“ Statt „so viel Geld für eine Erweiterung des Platzes auszugeben“, würde er lieber einige Euros für Aufklärung in die Hand nehmen. Laub sei nämlich kein Dreck, sondern Dreck sei, was aus Autos hinten rauskommt. „Laub im Garten tut niemandem weh“, sagt Gerken, der aber auch weiß, dass er mit dieser Einstellung nicht überall in Visselhövede Freunde findet: „Es gab schon Leute, die am Telefon angekündigt haben, mir ihr Laub zu bringen.“

Bürgermeister Ralf Goebel findet die Überlegungen Gerkens zwar „grundsätzlich richtig“, aber an der jetzigen Situation müsse etwas geändert werden. Die Verwaltung hat dabei besonders den Anlieferverkehr im Auge. Denn an manchen Tagen parken Autos von der Einfahrt zur Sammelstelle bis zum Autohaus Wandler halb auf der Landesstraße. Eine nicht ungefährliche Situation. Darum wird im Rathaus auch bereits an Plänen getüftelt, ob eine Wartespur auf dem Gelände realisiert werden kann, damit die Autos und Anhänger von der Straße verschwinden.

Auch Ausschussvorsitzender Charly Carstens (CDU) hat bereits „chaotische Zuständen“ auf dem Sammelplatz beobachtet, die an manchen Tagen „kaum noch händelbar“ seien. „Zwar hat der neue Chef auf der Sammelstelle in den Ablauf Zug hineingebracht, aber wenn wir an eine Umgestaltung gehen, müssen wir uns grundsätzlich Gedanken über neue Regeln machen“, so der Nindorfer. Dagmar Kühnast (SPD) befürchtet, dass zu viele Einschränkungen für die Anlieferer dazu führen könnten, dass „die Menschen ihr Sammelgut irgendwo auf den Wegen oder im Wald abkippen“. Am Ende der Debatte gab es vom Ausschuss grünes Licht für den Haushaltsposten. Lediglich Heiner Gerken enthielt sich der Stimme.

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