Umbau des alten Bauamts beendet / Pädagogen warten auf Besuch

Neuer Jugendtreff ist fertig

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Die Pädagogen Natalia Obenauer (v.l.), Elke Röge, Annette Schlösser und Michael Harfst haben ihr neues Domizil eingerichtet und hoffen jetzt auf viele jugendliche Besucher.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Der Tischkicker steht bereit, die X-Box ist auf Standby, der Backofen wartet auf die erste große Pizza. Eigentlich ist schon alles fertig im neuen Visselhöveder Jugendtreff im ehemaligen Bauamt an der Gaswerkstraße. Was jetzt noch fehlt, sind die Jugendlichen.

„Es muss sich auch zu Zeiten von Smartphone und Co. natürlich erst noch rumsprechen, dass wir nicht mehr in der Oberschule unser Domizil haben, sondern umgezogen sind“, schmunzelt Michael Harfst, der gemeinsam mit Annette Schlösser den neuen Jugendtreff montags (14 bis 18 Uhr) und dienstags (16 bis 20 Uhr) betreut. Dann können alle Visselhöveder Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren mal unverfänglich reinschnuppern und natürlich auch Stammgäste werden. Der Freitag ist den Mädchen vorbehalten, die überwiegend zwischen acht und zwölf Jahre alt sind und von Elke Röge und Dörthe Farjon betreut werden. Hinzu kommt noch Natalia Obenauer, die vielen Jugendlichen auch in ihrem Job als Sozialarbeiterin an der Oberschule bekannt sein dürfte.

Gute 100 Quadratmeter stehen den Jugendlichen jetzt zur Verfügung. Vom alten Bauamt ist nichts mehr zu erkennen. Gleich neben dem Flur gibt es eine gemütliche Küche mit langer Tafel, vielen Stühlen und einer Kochinsel. „Hier kann man in lockerer Runde sitzen und quatschen oder auch etwas zu essen oder zu trinken zubereiten“, berichten Schlösser und Harfst nicht ohne Stolz von der Einbauküche, die sie überwiegend selbst an die Vissel transportiert und aufgebaut haben.

Ein Zimmer weiter ist der sogenannte Chillraum mit Sofas und Sesseln zum Reinlümmeln. Wenn es dann doch zu langweilig wird, können die Jugendlichen ihren Champion am Tischkicker ausspielen.

Auf der anderen Seite des Jugendtreffs ist sicher immer jede Menge Action angesagt, denn es gibt einen Extra-Raum „zum Zocken“, wie Michael Harfst berichtet. Dort steht nämlich eine Spielkonsole samt Flachbildfernseher – Geräte, die heute bei den Heranwachsenen einfach angesagt sind. Auch eine Computerecke findet sich im neuen Jugendtreff. „Mit einem schnellen Internetanschluss“, wie Klaus Twiefel, Hauptamtsleiter im Rathaus, betont.

Aber nicht nur mit modernem Zeitvertreib kann sich die Vissel-Jugend beschäftigen, sondern in einem sogenannten Projekt-raum sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

„Bei der Sanierung haben ab und zu ein paar Jugendliche geholfen, aber es gibt noch genügend Spielraum für weitere Entwicklungen“, so Harfst. So können die Heranwachsenden ihre Ideen bei der Wandbemalung innen und außen verwirklichen, und auch „das angebotene Programm“ kann von ihnen vorgegeben werden“, informieren die Pädagogen, die „fast alles mitmachen“.

Um auf den Jugendtreff aufmerksam zu machen, gehen die Mitarbeiter des Vereins Sofa (Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe) demnächst auch auf die Straße, um die Jugendlichen gezielt anzusprechen. „Am besten einfach mal reingucken“, werben die Pädagogen. Für die Sanierungs- und Umbauarbeiten hatte die Stadt rund 10000 Euro aus dem Haushalt zur Verfügung gestellt.

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