Trennung mit Hindernissen

Theaterverein Visselhövede feiert mit „Käte maakt Sluss“ Premiere

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Die Lager bei Familie Prieske sind gespalten. Schon bald heißt es „Fraunslüt gegen Mannslüt”.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. „Wenn man sich trennt, geht man nicht zusammen ins Bett!“, stellt Käte Prieske lakonisch fest. „Wer will sich trennen?“, fragt Ehemann Willi ungläubig. Aber direkt nach der Silberhochzeitsfeier ist für Käte Schluss mit Lustig. Sie möchte sich selbst verwirklichen und sich scheiden lassen.

So beginnt das Theaterstück des Plattdeutschen Vereins, das am Wochenende Premiere feierte. Gerd Brunkhorst, Vorsitzender des Vereins, begrüßte die zahlreichen Gäste nebst Bürgermeister Ralf Goebel, der sich allergrößte Mühe gab und auf Niederdeutsch gute Unterhaltung wünschte.

Als Überraschung: ein Doppelgrab

Bei der Premiere kann es schon mal passieren, dass die Namen auf der Bühne vertauscht werden, aber ansonsten war die Aufregung den Darstellern nicht anzumerken. Da hatte Souffleuse Rita Gerke wenig zu tun. Dabei hatten es die Rollen in sich, besonders die Hauptdarsteller Heike Netter und Matthias Bruns (Käte und Willi) waren ordentlich gefordert. Willi steht fassungslos vor den Trümmern seiner Ehe, als Käte die Scheidung fordert. Dabei hatte er als Zeichen seiner ewigen Verbundenheit doch sogar ein Doppelgrab angemietet, als Überraschung sozusagen.

Auch Tochter Katrin (Linea Börker), die in sieben Wochen heiraten will, und sein zukünftiger Schwiegersohn Frank (Hauke Pralle) halten das alles für einen Witz. Doch Käte ist nicht zum Lachen zumute. Da überdenkt auch Katrin ihre Entscheidung und bläst die Hochzeit ab. Schließlich waren die Eltern immer das große Vorbild. Willis herrschsüchtige Tante Mechthild (Christa Voß) ist ebenfalls entsetzt über Kätes Entschluss. Nur Busenfreundin Uschi (Ulrike Habel) bestärkt Käte in ihren Scheidungsplänen und schenkt zur Feier des Tages erst einmal Sekt ein. Keiner der Eheleute ist bereit aus dem gemeinsamen Haus auszuziehen. Daher vereinbaren sie getrenntes Wohnen unter einem Dach.

Weitere Aufführungen am Sonnabend und Sonntag

Die Gütertrennung wird anhand roter Punkte, für Kätes Eigentum, und grüner Punkte, für Willis Eigentum, geklärt. Den ersten grünen Punkt setzt Willi auf sein Konto, den roten drückt er Tante Mechthild auf die Stirn, die sich nicht für ein Lager – Mannslüt gegen Fraunslüt – entscheiden kann. Da hat es Frau Bramsche (Ulrike von Deylen) als Hausfriseurin erst recht nicht leicht und muss als seelischer Mülleimer dienen. Willi organisiert einen zünftigen Skatabend gegen den Kniffelabend seiner Frau. Heini (Horst Gerken) steht als dritter Mann zur Stelle und wird in die Intrige einbezogen, indem der vermeintliche Tippelbruder gleich über Nacht bleibt und mit klarem Korn frühstückt. Apotheker Schmittke (Bernd Luttmann) hingegen nutzt die Gunst der Stunde und macht Käte gewisse Avancen, jetzt, wo seine Frau schließlich auch ausgezogen ist. Verschütteter Kaffee auf Apothekerhosen kommt nicht gut. Vor allem nicht, wenn der Ehemann mit roten Rosen vor der Tür steht.

Weitere Gelegenheiten, die Komödie in drei Akten von Regine Wroblewski zu sehen, gibt es am kommenden Sonnabend um 14.30 Uhr sowie um 20 Uhr. Die letzte Aufführung findet dann am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr statt. Karten im Vorverkauf können bei der Volksbank und bei Alms + Bruns in der Süderstraße erworben werden.

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