Trecker-Treck vor mehr als 3000 Zuschauern / Erstmals eigene Frauenklasse / Deutscher Meister dabei

Tonnenziehen auf dem Acker

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Auch André Siemsen, Deutscher Meister in der 3,5-Tonnen-Sportklasse, nahm am Traktor-Pulling teil.

Nindorf - Motoren brüllen auf, Hinterreifen malmen sich in den weichen Untergrund, vorne hebt das Fahrzeug fast vom Boden ab. Beim Nindorfer Trecker-Treck traf am Sonntag auf einem Feld zwischen Nindorf und Jeddingen unterhalb der Windkraftanlagen schweres Gerät auf begeisterte Zuschauer.

Aus ganz Norddeutschland waren die mehr als 200 Teilnehmer mit ihren Traktoren unterschiedlicher Hersteller angereist, um in 17 Gewichtsklassen den Kampf gegen den Bremswagen aufzunehmen – angefangen vom Standarttrecker, der in der Feldarbeit eingesetzt wird, bis hin zu den Sportvarianten leistungsgesteigerter Schlepper. Den konnte keiner gewinnen – nach 30, 40 Metern war Endstation für die meisten Trecker.

Bei strahlenden Sonnenschein zog das alljährliche Spektakel mehr als 3000 Besucher an, die beide Seiten der Bahn säumten und staunten, wie jeweils zwei Boliden pro Durchgang die Bremswagen hinter sich her schleiften. „Schauen sie, jetzt kommt der kleine Deutz vorne hoch“, hallte die Stimme von Moderator Timo Süselbeck über den Platz. Der Traktor stemmte sich gegen das Gewicht, ruckte, bäumte sich auf, kam noch einige Zentimeter weiter und blieb dann stehen.

„Die Veranstaltung läuft wirklich top, mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden“, freute sich Mitveranstalter Süselbeck vom Nindorfer Trecker-Treck-Team. In diesem Jahr erstmalig an den Start gingen die Damen in einer eigenen Frauenklasse. Bevor sich die 17 Teilnehmerinnen in den Trektor setzten, erhielten sie von Christian Bargfrede eine Unterweisung. „Wir haben einfach unseren Spaß daran ebenfalls mitzumachen“, betonte Frauke Neugebauer.

Zum Traktor-Pulling reiste auch der amtierende Deutsche Meister in der Sportklasse bis 3,5 Tonnen, André Siemsen, aus Rendsburg an. Auf die Frage, wie er denn zu dieser Ehre gekommen war, antwortete er: „Ganz einfach: Man arbeitet viel, tüftelt eine ganze Menge und schraubt einen Tick besser als die anderen.“

Er selbst, ergänzte Siemsen vor seinem roten PS-Kraftprotz posierend, probiere ständig an der Maschine etwas Neues aus. „Unter der Haube stecken 500 bis 600 PS.“

woe

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