Theater Metronom 

Bühnen-Magie für Kinder

Karin Schroeder schlüpft am 22. November in die Rolle von „Ebbe“.

Hütthof - Wie bekommt man Kinder und Jugendliche weg vom Fernseher oder Computer und stattdessen ins Theater? Dieser Frage geht auch das Theater Metronom in Hütthof regelmäßig nach und bietet daher immer wieder spezielle Projekte und Veranstaltungen an. Die nächste Aktion steht nun mit einer Art Theaterherbst für die junge Generation kurz bevor. Dabei wird auch das erwachsene Publikum keineswegs ausgeschlossen.

Das kleine Theater hat in seinem Repertoire verschiedene Stücke, die speziell für Kinder ausgelegt sind. „Das bedeutet, dass beispielsweise weniger Sprache in den Stücken vorkommt“, erläutert Tomke Heeren von der Kultureinrichtung. Weniger Sprache, dafür gibt es aber mehr Aktion. Die Kinder sollen schließlich was zu gucken haben. „Wir wollen Bilder im Kopf hinterlassen und so zum Nachdenken anregen“, erläutert Heeren.

Die Großen müssen hinten sitzen

Die Themen der Theaterstücke in diesem Jahr sind vielfältig – genau wie die Zeiten. Nicht nur am Abend finden in der zum Saal umgebauten Scheune des Metronoms Vorstellungen statt, sondern auch zu der im Theaterbetrieb eher unüblichen Zeit morgens um 10 Uhr. Diese Zeit ist laut Heeren besonders für Kindergärten und Schulen interessant. Bei den Abendvorstellungen komme natürlich die Familie mit, wobei das Team dann auch darauf achtet, dass sich die Erwachsenen nach hinten setzen. „Damit kein Großer die Sicht eines Kindes behindert“, sagt Heeren. Sie vergleicht die Abendvorstellungen gerne mit Gute-Nacht-Geschichten. „Die Kinder gehen dann immer mit einem guten Gefühl nach Hause.“

Beginn dieses Theaterherbstes für Kinder ist am Dienstag, 22. November, mit dem Stück „Ebbe“ für Kinder ab vier Jahren, aber auch für Erwachsene. Es ist eine der besagten 10-Uhr-Vorstellungen. Mit Ebbe ist jedoch nicht das Niedrigwasser gemeint, sondern ein Mädchen. Sie lebt in einem Dorf an der Nordsee. Die Dorfbewohner mögen sie nicht besonders. Und so sitzt Ebbe jeden Abend auf einem Steg am Meer und schaut dem Tag hinterher. Dort entdeckt sie eine sprechende Blume, die durch einen Sturm aus ihrer Heimat fortgerissen wurde. Sie werden Freunde, doch dann bekommt die Blume Heimweh.

Makabere Experimente

Am Freitag darauf, 25. November, zeigt das Theater Metronom ab 19 Uhr das für Jugendliche ausgelegte Stück „Mario und der Zauberer“, das vom machtgierigen Krüppel Cipolla erzählt. Der zieht das Publikum seiner Schaubude durch Scharfzüngigkeit, Hypnosefähigkeiten und eine faszinierende Aura immer wieder in den Bann und verführt sie so zu makaberen Experimenten.

„Niemand heißt Elise“ ist der Name des nächsten Stückes am Montag, 28. November, ab 10 Uhr und ist für Kinder ab acht Jahren und Erwachsene. Es geht in eine andere Zeit, in der die junge Elise ihre Heimat verlassen muss. Auf der Flucht erreicht sie einen einsamen Bahnhof hinter der Grenze. Dort lebt der Bahnwärter Lukas. Als von höherer Stelle der Rücktransport von Elise angeordnet wird, begeht dieser eine heldenhafte Tat.

In „Oskar und die Dame in Rosa“ (3. Dezember, 20.30 Uhr) weiß der zehnjährige Oskar, dass er wegen einer Leukämie-Erkrankung nur noch kurze Zeit zu leben hat. Seine Eltern sind Feiglinge und meiden das Thema, seine Oma Rosa dagegen rät ihm, sich jeden verbleibenden Tag wie zehn Jahre vorzustellen. So durchlebt Oskar auf wundersame Weise ein ganzes Menschenleben. Für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene.

Weitere Informationen und Karten gibt es online sowie telefonisch unter 04262 / 1351. 

Von Matthias Röhrs

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