Was für ein Theater

Hütthofer Metronom besteht 25 Jahre

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Seit 25 Jahren spielen Karin Schroeder (l.) und Andreas Goehrt bereits Theater in Hütthof. Tomke Heeren ist mittlerweile auch schon fünf Jahre dabei.

Hütthof - Von Jens Wieters. Im April 1994 haben die vorher in Bremen aktiven Karin Schroeder und Andreas Goehrt ihre schauspielerischen Anker im beschaulichen Hütthof geworfen. Bereits sechs Monate später haben sie ihr neues Theater in einer alten Treckerscheune unweit eines Kuhstalls mit der ersten Spielreihe „Das kleine Dezember-Theater“ eröffnet. Und in diesen Monaten blicken die beiden Multitalente auf 25 prall gefüllte Jahre zurück, in denen sie ihr gut 100 Zuschauerplätze fassendes Haus mit 32 Eigenproduktionen, vielen Gastspielen namhafter Theaterkollegen oder Musiker begeistert haben.

„Mit dem am 1. März beginnenden Theaterfrühling 2019 haben wir uns selbst ein kleines Jubiläumsgeschenk gemacht“, sagt Andreas Goehrt. Denn dann sind noch einmal gleich zu Beginn (siehe Info-Kasten) die neueste Produktion „Der Hunde im Haifischteich“ sowie „Die Odyssee“ nach Homer zu sehen. „Die Geschichte um König Odysseus ist ein Wunsch einer besonderen Bekannten, den wir gerne erfüllen“, berichtet der 62-Jährige.

Außerdem bereits im März: „Die Dinge meiner Eltern“ mit Gilla Cremer und „Der letzte Flug“ mit Andreas Goehrt. Der plant gemeinsam mit seiner Partnerin Karin Schroeder (57) und der Vollzeitmitarbeiterin Tomke Heeren (30) aber nicht nur den Theaterfrühling, der auch wieder einige Kinderstücke im Programm hat, sondern auch ein echtes Jubiläumsfest. „Der heißt Boxenstopp ist als eine Art Liederabend konzipiert. Gemeinsam mit unseren Musikern Reinhard Röhrs, Jan Fritsch und Jannis Kaffka haben wir unsere Theaterstücke durchstöbert und aus all den Geschichten einen bunten Liederabend geformt“, berichtet Schroeder und freut sich auf das dreitägige Fest im August.

Da es in den vergangenen 25 Jahren viele verschiedenen Ereignisse auf der Welt gegeben hat, die teilweise auch Einfluss auf die Produktionen des Theaters gehabt haben, wird es während des Liederabends zum Beispiel auch Musik aus dem Stück „Meeresrauschen“ geben, das die Situation der geflüchteten Menschen mal aus einem ganz anderem Blickwinkel aufarbeitet.

Aber wie das so ist beim Theater Metronom, sind einige Stücke des Theaterfrühlings bereits kurz nach dem Versenden der Programmflyer restlos ausverkauft. So unter anderem der Boxenstopp-Samstag am 17. August.

Aber nicht nur die Vorstellungen laufen wie das berühmte „geschnitten Brot“, sondern wer selber mal auf der Theaterbühne stehen will, hat dazu in Hütthof die Möglichkeit. Denn seit vielen Jahren bietet der „Ein-Mann-und-zwei-Frauen-Betrieb“, wie Goehrt die kleine Firma nennt, ein Kinder- und Jugendtheaterprojekt an. „Das ist für junge Theaterfans im Alter zwischen zehn und 16 Jahren gedacht und ist natürlich bereits voll besetzt“, so Schroeder, die sich wundert, dass der Zulauf nie abbricht.

Auch während des Theaterherbstes werden Goehrt, Schroeder und Heeren auf die 25 Jahre Theater in Hütthof zurückblicken, auch wenn es „oft nicht ganz so einfach fällt, sich noch an die Textpassagen wie zum Beispiel aus dem ,Tod eines Hausmeisters‘ Ende der 1990er-Jahre zu erinnern“, gibt Goehrt zu. „Aber dennoch ist es erstaunlich, dass man nach kurzer Zeit vieles wieder drauf hat. Mal sehen, was wir davon unserem Publikum präsentieren“, freut sich Karin Schroeder auf ein ereignisreiches Theaterjahr

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