Fahnenweihe in Drögenbostel

Symbol für ein Stück Heimat und dörfliche Tradition

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Pastor Peter Thom und der Vorstand des Drögenbosteler Schützenvereins bei der feierlichen Enthüllung der neuen Fahne, die nicht nur bei Schützenfeiern, sondern bei allen freudigen und traurigen Anlässen im Dorf zum Einsatz kommt.

Drögenbostel - Von Angela Kirchfeld. „Die Fahne vermittelt ein Gefühl der Gemeinschaft für das Dorf. Alle Menschen aller Generationen sollten offen für ein Miteinander des Friedens in der Nachbarschaft und der Liebe zur Heimat sein, sodass ein gutes Zusammenleben möglich ist.“ – So lauteten die Worte von Pastor Peter Thom anlässlich der ersten Fahnenweihe in Drögenbostel.

Zahlreiche Gäste und viele Delegierte des neun Vereine umfassenden Schützenbundes Visselhövede begrüßte Michael Meyer, Vorsitzender des Schützenvereins Drögenbostel, am Samstag zur Feierstunde hinter dem Denkmal.

„Das schwere Tuch und die kostbare Seide, von Meisterhand gestickt, weht nicht leicht im Wind. Doch sie wird durch Wind und Wetter getragen. Sie wird nicht reißen, sondern viele Jahre ihren Dienst tun. Sie ist von Tradition und vermittelt alte Werte. Es ist das, was ihr euch auf die Fahne geschrieben habt, für welche Tradition die Fahne steht“, so Pastor Thom.

Auf der wertvoll bestickten Fahne ist das Kreuz und die Bärentatze zu sehen. Der historische Zusammenhang ergibt sich aus der Geschichte des Dorfes. „Man weiß nur, wer man ist, wenn man weiß, wo man herkommt. Es ist eure Geschichte und ihr seid stolz darauf“, vermittelte Thom.

Das Eichenlaub ringsherum symbolisiert die Heimat. „Es ist nicht selbstverständlich, eine Heimat zu haben. Es ist etwas Wunderbares zu wissen, da gehöre ich hin. Eine Eiche ist fest verwurzelt. Man kann mit Stolz sagen, ich bin Drögenbosteler!“ Nun wird die Fahne die Dorfbewohner bei vielen Freudenfesten, aber auch beim letzten Gang zum Grab begleiten.

„Ihr zeigt, dass ihr euch nicht unterkriegen lasst“

Vor der feierlichen Einsegnung überbrachte Cord Grünhagen, Vorsitzender des Visselhöveder Schützenbundes, seine Glückwünsche zur Fahnenweihe mit den Worten: „Ihr zeigt, dass ihr euch nicht unterkriegen lasst und mit rund 50 Mitgliedern den Schützenverein wieder ins Leben gerufen habt. Darauf könnt ihr stolz sein! Die Fahne ist das Aushängeschild des Vereins!“

„Hier ist die Welt noch in Ordnung“, erkannte Herbert Clemens, der die Grußworte als Vertreter des Kreis-Schützenbundes überbrachte. Weitere Grußworte gab es vom stellvertretenden Bürgermeister Hermann Bergmann.

Der Schützenverein des Ortes, der 1924 gegründet wurde und sich nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst hatte, erlebte viele Höhen und Tiefen. Erst im Jahr 2004 wurde wieder ein Schützenfest aus Anlass des 80-jährigen Bestehens gefeiert. Infolgedessen fanden wieder regelmäßig Schützenfeste statt, bis es im Jahr 2012 zu einer Wiedergründung kam. Seitdem findet wieder ein reges Vereinsleben statt. Neben dem zweitägigen Schützenfest wird auch ein Erntefest veranstaltet.

Nach der Fahnenweihe ging es weiter zum Schützenfest in Bremers Gasthaus. Dort wurde der neue Schützenkönig Jannes Baumann proklamiert. Er setzte sich mit 30 Ringen und einem Teiler von 242 gegen 28 Konkurrenten durch. Zweiter, somit Erntemeister, wurde Karl Renken. Auf Platz drei landete Jürgen Meyer. Die Damen-Plakette nahm Ursula Meyer, die Herren-Plakette Steven Preuß entgegen. Gold beim Medaillenschießen holte sich Michael Meyer. Silber gewann Alexander Köster und Bronze Daniel Möhrmann. Den Wanderpokal nahm in diesem Jahr Chiara Mahnken mit nach Hause und die Ehrenscheibe ziert das Haus von Uwe Möhrmann.

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