Kunst im Kreisel ist fertig / Stahlfiguren und Findlinge

Symbol des Zusammenhalts

Bürgermeister und Ortsvorsteher an „ihren“ Findlingen, die mit den Figuren die Innenfläche des Kreisels verzieren.
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Bürgermeister und Ortsvorsteher an „ihren“ Findlingen, die mit den Figuren die Innenfläche des Kreisels verzieren.

Visselhövede – Bisher 2 000 Pflanzen, Einzelfiguren und Personengruppen aus dickem Stahl in den Farben grün, blau und gelb, die jedes Alter der Einwohnerschaft symbolisieren sollen: Das oft und lange diskutierte Kunstobjekt auf der inneren Freifläche des Visselhöveder Verkehrskreisels an der Kreuzung der Rotenburger-, Bahnhof- und Goethestraße ist fast fertig. Zwar fehlt noch der kleine Apfeldornbaum in der Mitte der Fläche, aber dennoch gab es am Donnerstagnachmittag eine Einweihung in Corona-bedingt kleiner Runde.

Obwohl, so klein war die gar nicht, denn neben den stählernen Objekten vervollständigen 15 Findlinge die Fläche. Jeder Stein symbolisiert einen Ortsteil. Und darum musste auch jeder Ortsvorsteher beziehungsweise Ortsbürgermeister oder die Stellvertreter an „ihren“ Steinen stehen, damit so ein „Foto für die Ewigkeit“ geschossen werden konnte.

Zwar hat es wie aus Eimern gegossen, aber die Vertreter der Dörfer haben auch ohne Regenschirme tapfer durchgehalten, bis die Presseleute, die mit einem Steiger vom Bauhof in luftige Höhe gehievt worden waren, ihre Bilder gemacht hatten.

Die Figuren, die zum Beispiel eine Seniorin mit Krückstock und einen jungen Menschen auf einem Skateboard zeigen, stammen aus der Feder des Bildhauers und Objektkünstlers Heiner Kemna aus Hiddingen, der die Kommunalpolitiker auch als Beisitzer im Ausschuss für Kultur berät. „Ich habe mich an den Entwürfen der Bürger orientiert, die die Vorschläge während eines von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerbes eingereicht hatten“, so Kemna. Die Figuren sollen ebenso wie die Findlinge den Zusammenhalt der Stadt und der Dörfer demonstrieren. „So ist die Idee mit der Familie, mit den jungen Leuten und mit der Gruppe aus Arbeitskollegen oder Vereinskameraden entstanden.“

Eigentlich sollte laut Kemna noch eine vierte Personenreihe auf der Fläche drapiert werden, aber die Genehmigungsbehörde in Verden habe abgelehnt. „Überhaupt mussten wir unsere Pläne ein wenig eindampfen, denn es gab viele Auflagen des Straßenbauamts, das darauf gedrängt hatte, den südlichen Bereich des Kreisels freizuhalten, falls mal ein Autofahrer, der die Bahnhofstraße herunterkommt und den Kreisel übersieht, nicht mit den Figuren zusammenstößt.“ Den verzinkten Stahl, der anschließend pulverbeschichtet wurde, hat übrigens die Schwitscher Firma Bressel & Lade gestiftet. „Das Metall ist extra stark, damit es nicht so leicht verbogen werden kann“, hofft Kemna, dass das Werk lange Zeit unbeschadet bleibt.

Bauhofgärtner Jürgen Karußeit hatte in den vergangenen Tagen bereits 2000 mediterrane Pflanzen wie Lavendel, Wolfsmilch oder Silberährengras in den kargen Boden gesteckt, „weitere 1 000 folgen noch“. Dann fehlt nur noch der Baum in der Mitte, und die „Visselhöveder können nach Herzenslust diskutieren, ob sie das Ganze schön finden oder nicht“, so der Tenor der Ortsvorsteher.

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