Susanne Hoppe und Johanna Amthor aus Bothel veröffentlichen Buch

Symbiose aus Wort- und Holzkunst

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Johanna Amthor hat Gedichte zu Skulpturen von Susanne Hoppe geschrieben. Nun ist ein Buch der beiden erschienen.

Bothel - Von Matthias Röhrs. Holz und Wort machen gemeinsame Sache. Die beiden Bothelerinnen Susanne Hoppe und Johanna Amthor bringen Skulpturen und Gedichte in Einklang. Dabei hat Amthor versucht, die Skulpturen Hoppes in Poesie umzuwandeln. Nun ist ein gemeinsames Buch erschienen.

Das Schreiben liegt Amthor im Blut. „Ich habe als Kind schon damit angefangen“, sagt sie. Sie spricht sehr ruhig und bedacht. Wer genau hinhört, bemerkt tatsächlich ihre süddeutsche Sprechart. Die im Landkreis Starnberg geborene Amthor ist erst 1979 mit ihrem Mann und ihren Söhnen nach Bothel gezogen.

Seit mehr als 25 Jahren veröffentlicht sie mittlerweile Geschichten. 1990 erschien ihr Erstlingswerk „Wer kennt schon Boris Meinke?“ – ein Jugendbuch, das bundesweit Beachtung fand und für den Schulunterricht empfohlen wurde.

Kurz nach ihrem Umzug nach Bothel traf Amthor erstmals auf Hoppe. „Ich habe sie sozusagen doppelt kennengelernt“, sagt sie. Zunächst als Tierärztin für ihre Hunde, später dann als Künstlerin. Hoppe war es auch, die sie irgendwann auf einer Ausstellung ansprach, ob sie nicht mal was zu ihren Skulpturen schreiben möchte.

Die Arbeiten haben mir immer gut gefallen, bewertet Amthor die Werke ihrer Freundin. „Aus den Skulpturen spricht ihre große Liebe zum Holz“, sagt sie. „Ich liebe das ja auch, es lässt sich so gut anfassen.“

Von nun an brachte Hoppe immer wieder Skulpturen bei Amthor vorbei. „Vielleicht fällt Ihnen was ein‘, hat sie damals gesagt“, erinnert sich die Lyrikerin heute an das erste von vielen dieser Treffen. In der Regel habe es immer einige Tage gedauert, „bis es zündete“. Nur zwei Mal verlies eine Skulptur Amthors Haus wieder, ohne mit einem Gedicht bedacht worden zu sein. „Da fiel mir einfach nichts ein.“

Dass es zu diesem Buch gekommen ist, sei „ein großes Glück“. Eine Käuferin einer Skulptur gehörte einer Stiftung an. Diese bot später an, das Buch zu finanzieren. Das Werk „Holz und Gedichte – Skulpturen, die erzählen“ ist über Books on Demand erhältlich.

Mittlerweile stecken Hoppe und Amthor in den Vorbereitungen zu ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung Anfang April. Dann werden Skulpturen wie Gedichte in der Rotenburger Cohn Scheune gezeigt – auf Wunsch des Vorsitzenden des Fördervereins der Scheune und ehemaligen Vorstehers des Diakonissen-Mutterhauses, Michael Schwekendiek, den Amthor bereits aus ihrer Zeit als Seelsorgerin am Diakoniekrankenhaus kennt. Etwa einen Monat soll diese Ausstellung andauern.

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