Für Familiengründung

Junge Wittorfer suchen dringend Baugrundstücke: Surend im Blick

Die freie Fläche an der Wittorfer Straße Surend soll nach dem Willen des Ortsrats bebaut werden. Zunächst wird aber ein Geruchsgutachten erstellt, weil es auf den Höfen nebenan Tierhaltung gibt. Foto: Wieters
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Die freie Fläche an der Wittorfer Straße Surend soll nach dem Willen des Ortsrats bebaut werden. Zunächst wird aber ein Geruchsgutachten erstellt, weil es auf den Höfen nebenan Tierhaltung gibt.

Das rund 1.000-Seelen-Dorf Wittorf hat ein Problem: Es gibt viele junge Leute, die gerne weiter im Ort leben und dort auch eine Familie gründen wollen. Aber es gibt so gut wie keine Bauplätze. Darum ist jetzt eine Fläche an der Straße Surend in den Fokus gerückt. Deren Eigentümer ist nämlich im Gegensatz zu vielen anderen Wittorfern bereit, diese Fläche in Baugrundstücke umzuwandeln.

Wittorf - Aber heutzutage ist es in einem Dorf mit einigen landwirtschaftlichen Höfen in der Nachbarschaft wegen möglicher Geruchsbelästigungen nicht mehr ganz so einfach, ein Baugebiet aus dem Boden zu stampfen. Vorher muss immer ein Gutachten darüber erstellt werden, was die künftigen Hausbesitzer so riechen dürfen oder müssen. Und genau solch ein Gutachten hat der Visselhöveder Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung jetzt auf den Weg gebracht. Zunächst zahlt die Stadt diese Expertenanalyse. Kommt der Fachmann zu dem Ergebnis, dass am Surend gebaut werden kann, dann übernimmt der Eigentümer die Kosten des Gutachtens.

Aber dennoch muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden, und auch dafür ist der Eigentümer bereit, die Kosten zu tragen. Dafür muss allerdings ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen werden.

Wittorfs Ortsbürgermeister Heiner Gerken (Grüne) beschrieb das Dilemma im Dorf: „Wir haben viele junge Leute in der Dorfjugend, im Schützen- und im Sportverein, die allesamt im Dorf bleiben wollen. Aber ohne entsprechende Grundstücke wird das sehr schwierig.“

Der Bürgerverein Wittorf hatte im Vorfeld auf eigene Kosten sogar ein Baulückenkataster erstellt, in dem alle möglichen Baugrundstücke aufgelistet worden sind. „Das Problem ist nur, dass viele unserer Mitbürger zwar riesige Gärten haben, aber nicht bereit sind, einige Quadratmeter davon zu verkaufen“, berichtet Heiner Tamke, Vorsitzender des Bürgervereins. Auch bei ihm hätten sich viele Leute gemeldet, die dringend nach Baugrundstücken suchen. „Darum brauchen wir unbedingt freie Flächen.“

Nach Auskunft des vorgesehenen Planungsbüros soll das beschleunigte Verfahren am Surend angewendet werden. „Dies wird aufgrund von Einschätzungen des Landkreises Rotenburg hinsichtlich der Beurteilung als Außenbereich verwaltungsseitig als kritisch gesehen. Eventuell ist das normale Verfahren durchzuführen“, erläuterte Bauamtsleiter Gerd Köhnken.

Aus städtebaulichen Gründen sei eine Erweiterung des beantragten Gebietes Richtung Zum Dicken Holz sinnvoll. „Hier grenzt das geplante Bebauungsplangebiet definitiv an einen im Zusammenhang bebauten Ortsteil an, wie es im Baugesetzbuch für das beschleunigte Verfahren verlangt wird“, so Köhnken. Allerdings gibt es auch dort ein Problem: „Der Eigentümer ist jedoch noch nicht bereit, seine Fläche zu verkaufen.“

Darum liegt zurzeit das Augenmerk auf die Fläche am Surend. Liegt das Geruchsgutachten vor, werden bei der weiteren Bauleitplanung die gewünschten Festsetzungen der Stadt Visselhövede und des Ortsrats Wittorf berücksichtigt.

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