Acht Wochen pro Abschnitt

Suedlink-Stromleitung: Tennet informiert über weiteres Verfahren

Die Karte, die die Trasse im Bereich Wittorf zeigt.
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Nachdem der 1000-Meter-Korridor festgelegt wurde, muss Tennet nun innerhalb dieses Gebiets die genaue Trassenführung festlegen. Karten: Tennet

Visselhövede – Nachdem ein 1000-Meter-Korridor für die neue Suedlink-Stromleitung festgelegt worden ist, muss nun die Feintrassierung festgelegt werden. Im Landkreis Rotenburg läuft die Gleichstromleitung auch durch Gebiete von Scheeßel bis nach Bleckwedel.

In einem digitalen Eigentümerdialog hat daher nun die zuständige Firma Tennet gemeinsam mit der Planungsarbeitsgemeinschaft über die konkreten Pläne informiert. Die konkrete Linienführung müsse bestimmte Voraussetzungen erfüllen, heißt es.

Die Verantwortlichen haben auch darüber informiert, wie für die Verlegung der Kupferrohre gearbeitet wird. Für die Bauarbeiten werde ein 40 bis 45 Meter breiter Arbeitsstreifen eingerichtet, und später nach Fertigstellung blieben 16 bis 20 Meter Schutzstreifen über der Leitung, wo beispielsweise keine Bäume gepflanzt werden dürfen.

Bei den Bauarbeiten sollen verschiedene moderne Verlegetechniken zur Anwendung kommen. So werden Schutzgebiete, wie das FFH-Gebiet Wümmetal komplett in einer geschlossenen Bauweise quasi unterbohrt und gar nicht im Zuge der Bauarbeiten betreten, außer für Bodenuntersuchungen.

Für die Feinplanung werde auch beachtet, Wälder zu umgehen und einen Abstand zu Siedlungen zu wahren. „25 Meter Abstand zum Wald wurde überall versucht einzuhalten“, sagte Lisa Alf von der Planungsarbeitsgemeinschaft. „Außerdem soll entlang von Wegen und Feldschlägen die Leitung verlegt werden“, erklärte Thomas Wagner von Tennet. Derzeit werde die Trasse ständig im Detail weiterentwickelt und unter Beteiligung eines regionalen Planungsbüros an einigen Stellen innerhalb des Korridors leicht geändert, um auf lokale Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen.

Daher sollen beispielsweise betroffene Landwirte den Planern über die Tennetgruppe auch Pläne über ihre Felddrainage mitteilen. Diese seien den Behörden nicht im Detail bekannt. Straßen sollen im Idealfall in einem 90- Grad-Winkel gequert werden. Der Straßenbaulastträger werde aber vorher rechtzeitig eingebunden.

Im weiteren Verlauf der Planungen werde dann auch ein Verkehrs- sowie Logistikkonzept erarbeitet. Denn Baustraßen müssen geschaffen werden, wobei natürlich vorhandene Infrastruktur genutzt werden soll und gegebenenfalls ausgebaut werde. Alle vier Kilometer müssten sogenannte Abrollstationen errichtet werden, wo das Kabel von den riesigen 180 Tonnen schweren Trommeln des Herstellers vom Schwertransport direkt in das Leerrohr verlegt werde.

Trotz dieser großen Maßnahme kündigte der Tennet-Sprecher Thomas Wagner an, dass die einzelnen Abschnitte ein nur achtwöchiges Bauzeitfenster haben werden. Die Einschränkungen der Nutzung der betroffenen Flächen werden entsprechend entschädigt, stellte Lena Roth von Tennet vor. Dabei orientiere sich die einmalige Zahlung an festgelegten Sätzen. Nur bei nachgewiesenen wiederkehrenden Flurschäden könnte es zu erneuten Zahlungen in der Zukunft kommen, erklärte sie auf Nachfrage. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn die Betreiber der Stromtrasse von Nord nach Süd bei einem Kabelschaden an die Leitung ran müssen und kurzfristig an einer bestimmten Stelle wieder ausbuddeln müssen. Daher dürften auch keine dauerhaften Pflanzen, eben vor allem Bäume, auf dem Schutzsteifen wachsen. „Der Zugang zur Leitung muss gewährleistet sein“, so Wagner.  

Die Karte zeigt den Bereich Brockel.

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