300 Gäste feiern beim Neujahrsempfang der Stadt Visselhövede

Stolz auf die Entwicklung

Die Stimmung beim Neujahrsempfang in Visselhövede war ausgesprochen gut. Fotos: Kirchfeld

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. „Im letzten Jahr war das Glas noch halb voll, heute ist es zu drei viertel gefüllt“, versinnbildlichte Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel beim Neujahrsempfang die Metapher zur positiven Situation der Stadt. Zu dem Empfang waren knapp 300 Gäste der Einladung des Verwaltungschefs, des Gewerbevereins und des Rates der Stadt Visselhövede ins Tagungshotel Pescheks gefolgt.

Für den Gewerbeverein begrüßte der Vorsitzende Ulf Timman und für den Rat der stellvertretende Bürgermeister Charly Carstens (CDU) das Publikum. Letzterer ging auf die verfahrene Situation bezüglich des geplanten Campus ein, ohne das Kind beim Namen zu nennen, mit den Worten: „Ich möchte nicht in der Haut der anderen stecken!“ Carstens zeigte sich zudem dankbar, hier in einem friedlichen Land leben zu dürfen.

Bürgermeister Goebel ließ das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. „Wir haben einige Entscheidungen gefällt und sammeln nun die Früchte ein.“ So ging er unter anderem auf das Jeddinger Feuerwehrhaus ein, das auf den Weg gebracht wurde, und verdeutlichte, dass rund zwei Millionen Euro in den Brandschutz investiert werden. „Es dauert zwar etwas länger, aber es geht Stück für Stück voran.“

Es wurden weitere Flächen für das Gewerbegebiet an der ehemaligen Kaserne in Zusammenarbeit mit der Firma JBS geschaffen. Ebenso wurde Wohnbaufläche verkauft. „Die Nachfrage ist da. Es ist aber auch unsere Aufgabe, weiter zu machen und die Infrastruktur zu verbessern und unter anderem die Kindertagesplätze zu schaffen, um die Situation an die veränderte Arbeitswelt anzupassen.“ Bezüglich der „festgefahrenen“ Situation - dem „Glaubenskrieg“ Campus - hofft der Bürgermeister auf das Kosten-Gutachten, um möglichst bald eine Entscheidung fällen zu können, mit der alle leben können, um weiter voranzukommen.

Doris Corr und Bernd Carstens stoßen auf das neue Jahr im Tagungshotel Pescheks an.

Zu den weiteren positiven Entwicklungen des letzten Jahres zählte Goebel die direkte Verkehrsverbindung nach Walsrode seit dem 1. August und die Mitgliedschaft im HVV Ende dieses Jahres, sodass ein einfacher Anschluss nach Hamburg gewährleistet ist.

Auch der Arbeitsplatz Visselhövede scheint attraktiv zu sein. So gab es zahlreiche Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen. „Es sind unter anderem 10 000 Würmer als Arbeitskräfte an der Visselquelle, rund um die Uhr und ohne Mindestlohn, im Einsatz“, berichtete er humorvoll.

10 000 Würmer sind an der Visselquelle im Einsatz.Bürgermeister Ralf Goebel humorvoll über den Arbeitsmarkt in Visselhövede

Um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken und die Jugendlichen zu animieren, vor Ort zu bleiben, wurde vom Präventionsrat eine Ausbildungsmesse ins Leben gerufen, die im Februar stattfindet. Goebel: „Wir haben uns auch hinsichtlich sozialer Arbeitsplätze weiterentwickelt und stehen auch wirtschaftlich im Kreisvergleich auf Platz zwei hinter Zeven. Wir sind die ,rote Laterne‘ losgeworden und haben die Schulden von 14 Millionen auf 9,2 Millionen reduziert. Der neue Bauhof ist fertiggestellt und kann sich sehen lassen. Auch durch die neue Fassade ist das Rathaus wieder ein Schmuckstück in der Innenstadt.“

Nun müssen die Radwege von Lüdingen nach Kirchwalsede und von Jeddingen nach Kirchlinteln auf den Weg gebracht werden. Auch die Kinderferienbetreuung und die Verkehrsverbindungen sollen ausgebaut werden. „Die Infrastruktur ist der Schlüssel für die Zukunft. Wir sollten die Chancen nutzen, um die Fördergelder zu erhalten. Aber wir können stolz sein auf das, was wir geleistet haben“, betonte Bürgermeister Ralf Goebel zum Ende seiner Rede.

Fotos auf

www.kreiszeitung.de

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