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Startschuss für Visselhöveder Bürgermeisterwahl

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Von: Jens Wieters

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Mathias Haase und Dörthe Thomsen organisieren die Wahl.
Mathias Haase und Dörthe Thomsen organisieren die Wahl. © Wieters

Visselhövede – Um es gleich vorwegzunehmen: Es bleibt bei vier Kandidaten für das Visselhöveder Bürgermeisteramt. „Die Bewerbungsfrist endete am Montag um 18 Uhr. Es hat sich aber kein weiterer Kandidat gemeldet, obwohl wir bis abends im Rathaus gewartet haben, ob doch noch jemand klingelt“, sagt Ordnungsamtsleiter Mathias Haase, der gemeinsam mit Dörthe Thomsen und dem Team aus dem Bürgerbüro die Bürgermeisterwahl am 27.Februar vorbereitet.

Und das geht jetzt Schlag auf Schlag, denn bereits am Dienstagabend hat der Wahlausschuss getagt, der sich davon überzeugen musste, dass alle vier Kandidaten ordnungsgemäß antreten dürfen. Die Einzelbewerber Sabine Schulz, André Lüdemann und Burkhard Scheidel mussten im Vorfeld die erforderlichen 120 Unterstützerunterschriften von wahlberechtigten Visselhövedern sammeln, um zugelassen zu werden.

Kurios dabei: Im vergangenen September mussten die Einzelbewerber coronabedingt nur 48 Unterschriften zusammenbekommen, obwohl die Inzidenzen damals viel geringer waren als aktuell. Um auch jetzt entsprechend anzupassen, hätte der Landeswahlleiter in Hannover einige Gremien tagen lassen und entsprechende Beschlüsse fassen müssen. Und da es in Niedersachsen neben Visselhövede nur einen einzigen weiteren Fall im Weserbergland gibt, wo eine Bürgermeisterwahl neu aufgelegt werden musste, hat man in Hannover offenbar auf diese Arbeit verzichtet.

André Lüdemann
André Lüdemann © -Wieters

„Die Unterstützerunterschriften wurden von uns geprüft, ob die Menschen auch in Visselhövede wohnen und alle anderen Vorgaben erfüllen. In rund zehn Fällen hatten Personen doppelt unterschrieben. Die zählen natürlich nicht, aber die drei Kandidaten haben auch so genügend Unterstützer“, berichtet Dörthe Thomsen.

Dem CDU-Kandidaten Jürgen Dunecke blieb diese Klinkenputzerei übrigens erspart, weil er von einer Partei aufgestellt worden war, während die anderen drei lediglich unterstützt werden – Schulz von der WiV und der FDP, Lüdemann von der SPD und den Grünen, Scheidel geht gar ohne Rückendeckung ins Rennen.

„In diesen Tagen bekommen die rund 8 600 Wahlberechtigten des Stadtgebiets die Wahlbenachrichtigungen per Post zugeschickt. Damit kann man auch die Briefwahlunterlagen anfordern. Und zwar nicht nur für die Wahl am 27. Februar, sondern man kann gleich ankreuzen, dass man auch bei einer nötigen Stichwahl am 13. März per Brief wählen möchte“, erläutert Mathias Haase.

Jürgen Dunecke
Jürgen Dunecke © - Wieters

Was früher nämlich lediglich als Ausnahme betrachtet wurde, ist voll im Kommen, denn im September haben gut 1 500 Visselhöveder Wähler ihre Stimmen per Brief abgegeben. „So viele wie nie zuvor“, hat Thomsen errechnet. Sie vermutet, dass das der Pandemie geschuldet ist, weil die Menschen direkte Kontakte scheuen würden.

Aber die Briefwähler sollten genau im Blick haben, dass der Postweg aufgrund von Corona auch ein wenig länger dauern sollte als gewöhnlich. Haase: „Darum sollten Interessenten möglichst schnell die Unterlagen anfordern und sie dann ausgefüllt auch zügig wieder ans Rathaus zurückschicken oder sie im Briefkasten am Marktplatz einwerfen.“

Sabine Schulz
Sabine Schulz © -Wieters

Der wird übrigens am 27. Februar um 18 Uhr zum letzten Mal geleert – und bei einer Stichwahl natürlich auch am 13. März um 18 Uhr. Nämlich dann, wenn die Wahllokale schließen, von denen es im Stadtgebiet wieder 16 an den bekannten Standorten gibt.

Um bei den Wahlvorbereitungen Zeit zu sparen, werden die Druckaufträge für die Wahlzettel mit den vier Kandidaten drauf sofort nach der Sitzung des Wahlausschusses vergeben, und „wir holen die Zettel auch wieder ab, damit keine wertvollen Stunden verloren gehen“, erläutert Haase.

Burkhard Scheidel
Burkhard Scheidel © -Wieters

Im Rathaus rechnet man damit, dass das Ergebnis der Wahl recht schnell feststeht: „Jeder Wähler hat ja nur eine Stimme und somit werden in den Wahllokalen nur vier Haufen gemacht und die einzelnen Zettel gezählt. Ich rechne am Wahlsonntag bereits gegen 19 Uhr mit einem Ergebnis“, so Haase. Entweder stünde dann schon der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin fest, wenn er oder sie mehr als die Hälfte aller Stimmen auf sich vereinigen könne, oder aber es gebe eine weitere Runde zwei Wochen später.

Der Sieger oder die Siegerin hat nach der Wahl übrigens eine Woche Zeit, um öffentlich zu erklären, dass er oder sie die Wahl annimmt. „Geschieht das schon am Montag nach der Wahl, haben wir ab dann sofort einen neuen Verwaltungschef“, erklärt Haase. Die gewählte Person würde dann den amtierenden Bürgermeister Ralf Goebel ablösen, der Anfang oder bei Stichwahl spätestens Mitte März für eine reibungslose Übergabe der Amtsgeschäfte sorgen wird.

Fragen an die Kandidaten

Am Sonntag, 27. Februar, entscheiden die wahlberechtigten Visselhöveder, wer der Chef im Rathaus wird. Bei vier Kandidaten kann es aber auch möglich sein, dass erst eine Stichwahl am 13. März ein endgültiges Resultat bringt. Da ein echter Wahlkampf der Kandidaten coronabedingt ausfällt, bietet unsere Zeitung ihren Lesern dennoch die Möglichkeit, Sabine Schulz, Burkhard Scheidel, André Lüdemann oder Jürgen Dunecke mit Fragen zu allen möglichen Themenbereichen oder zu ihrer Person zu löchern. Die möglichst konkreten Fragen sollten unter Angabe des Absenders an jens.wieters@kreiszeitung.de per E-Mail gesendet werden. Die Fragen, die wir weiterleiten, können einem oder allen Kandidaten gestellt werden. Die Antworten werden wir in einer losen Reihenfolge veröffentlichen.

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