Premiere und Klassiker im Hütthofer Metronom

Start in den Theaterherbst

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Der „Boxenstopp“ zum 25. Geburtstag des Theaters Metronom wird im Januar wiederholt. „Aber mit einigen Neuerungen und Überraschungen und natürlich nicht im Zelt“, so das Theater.

„Ja“, sagt Karin Schroeder, „ohne ,swinging Christmas‘ ist irgendwie nicht Weihnachten.“ Und weil es nicht nur der Schauspielerin des Hütthofer Theaters Metronom so geht, sondern auch vielen anderen Fans der darstellenden Kunst, ist das Stück „Dritter Engel, vierte Reihe und swinging Christmas“ wieder im Programm des Theaterherbstes, das gerade verschickt wurde.

Hütthof - Und das ist erneut pickepacke voll mit Produktionen aus der Feder der beiden Metronom-Schauspieler Karin Schroeder und Andreas Goehrt, wie zum Beispiel das brandneue Stück „Die Unsterblichen“, das am Freitag, 25. Oktober, Premiere feiert. Und es gibt auch wieder eine ganze Reihe von Gastspielen von befreundeten Theatergruppen.

Denn die nutzen gerne die Möglichkeiten in Hütthof. Nicht nur, um zu proben, sondern auch, um Kontakte zu knüpfen, und das Einstudierte auch schon mal dem durchaus kritischen Publikum zu präsentieren. „Es gibt immer wieder Anfragen, aber es muss natürlich zwischenmenschlich passen“, sagt Andreas Goehrt. Das ist aber auch kein Wunder, denn schließlich müssen die beiden Hütthofer ihr Haus und Tisch mit den Schauspielkollegen während des Gastspiels teilen. „Hotelunterkünfte sind finanziell nicht drin“, stellt Goehrt klar. Und darum freut es die Theaterleute, die im Sommer den 25. Geburtstag des Metronom „richtig fulminant“ gefeiert haben, dass es Kollegen gibt, die immer wieder gerne in das beschauliche 13 Einwohner zählende Hütthof kommen. Dazu zählen unter anderem auch Gilla Cremer und Thomas Bammer, der mittlerweile in Österreich lebt, und der am 23. November eine Vater-Sohn-Geschichte auf die Bühne des gut 100 Sitzplätze zählenden Theatersaals bringt.

Denn im Metronom stehen nicht nur Klamauk und Komödien auf dem Spielplan, sondern viele Stücke mit Tiefgang. „Denn gerade aktuell haben wir eine Vielzahl von gesellschaftspolitischen Themen, die wir im Theater aufgreifen“, betont Karin Schroeder. Auch darum gehörten immer wieder Kinder- und Jugendstücke zum Programm.

Während es in den Grundschulen des Landkreises und der Nachbarkreise zum guten Ton gehört, gerade in der Vorweihnachtszeit ein Theater zu besuchen, sei es ungleich schwerer, an die älteren Jugendlichen heranzukommen. „Das steht und fällt nämlich mit den Lehrern. Gelingt es dann doch, sie für einen Besuch bei uns zu motivieren, sind auch die Jugendlichen davon begeistert, dass es nicht nur Bildschirmfiguren gibt, sondern Menschen aus Fleisch und Blut auf der Bühne“, so Goehrt.

Aber das kleine Theater geht auch neue Wege: „Wir haben im Februar eine Tanzproduktion mit einer Gruppe Italienerinnen zu Gast, die ihre Choreografie ,Wallpaper“ zu Ende proben“, informiert Goehrt. Und weil Tanz zurzeit überall in den größeren Städten angesagt sei, soll dieser Trend am kleinen Hütthof nicht vorbeiziehen.

Das Programm: Kunterbunter Mix aus Eigenproduktionen und Gastspielen

Der Theaterherbst im Metronom sieht folgende Stücke vor: Freitag und Samstag, 25. und 26. Oktober, jeweils 20.30 Uhr und Sonntag, 27. Oktober, 19.30 Uhr sowie Freitag und Samstag, 1. und 2. November, je 20.30 Uhr die Metronom-Produktion „Die Unsterblichen“. Am Samstag und Sonntag, 9. und 10. November, 20.30 und 19.30 Uhr „Der Hund im Haifischteich“, ebenfalls eine Metronom-Produktion. Thomas Bammer ist am Samstag, 23. November, ab 20.30 Uhr mit dem Stück „Spargel in Afrika“ zu Gast. Das Theater Triebwerk zeigt am Sonntag, 24. November, ab 19.30 Uhr „Moby Dick“. „Oskar und die Dame in Rosa“ mit Karin Schroeder vom Theater Metronom wird am Samstag, 30. November, ab 20.30 Uhr gezeigt, und Gilla Cremer spielt am Sonntag, 1. Dezember, ab 19.30 Uhr „Die Dinge meiner Eltern“. Die Geschichte vom „Däumelin“ bringt das Theater Metronom am Freitag, 6. und Samstag, 7. Dezember, ab 9 und ab 17 Uhr auf die Bühne. Der Klassiker „Dritter Engel, vierte Reihe und Swinging Christmas“ bestimmt am Freitag, 13. Dezember, ab 20.30 Uhr, am Sonntag, 15. Dezember, ab 19.30 Uhr sowie am Samstag, 21. Dezember, ab 20.30 Uhr und am Sonntag, 22. Dezember, ab 19.30 Uhr das Bühnenbild in Hütthof. Das Stück „Ox und Esel“ läuft am Freitag, 20. Dezember ab 9 Uhr und ab 18 Uhr. Turbulent zum Jahreswechsel wird es am Freitag, 27., und Samstag 28. Dezember, jeweils ab 20.30 Uhr mit der Bremer Showtruppe Golden Flamingos. Die Metronom-Darstellerin Karin Schroeder leitet am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Januar, von 14 bis 18 Uhr und von 11 bis 18 Uhr das Seminar „Auftreten – Da sein – Spuren hinterlassen“. Eine Wiederholung des Boxenstopps zum 25. Geburtstags des Theaters in diesem Jahr gibt es am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Januar, 2020, ab 20.30 und 19.30 Uhr. Kartereservierungen sind unter 04262 / 1399 möglich. Aufführungen für Schulen auch nach Absprache.  jw

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