Zahlreiche Besucher beim „Trecker-Treck“ in Nindorf 

Der stärkste Motor gewinnt

Sieht einfach aus, ist es aber nicht: Die Traktoren müssen unterschiedlich schwere Bremswagen hinter sich herziehen. Wer am weitesten kommt, gewinnt.

Nindorf - Von Tobias Woelki. Staub wirbelt auf, die Motoren dröhnen, der Boden vibriert. Das Thermometer klettert auf mehr als 27 Grad Celsius. Auf einem Feld zwischen Nindorf und Jeddingen unterhalb der Windkraftanlagen hatte das „Trecker-Treck“-Team Nindorf erneut zum „Trecker-Treck“ eingeladen. Und aus ganz Deutschland reisten die Teilnehmer mit ihren Traktoren unterschiedlicher Hersteller an.

„Wir verzeichnen 250 Starts in zahlreichen Gewichtsklassen. Pünktlich morgens um 9.30 Uhr sind wir gestartet. Die Besucherresonanz ist wirklich top“, sagte Vereinsvorsitzender Michael Twiefel erfreut. Er hatte auf der Ladefläche eines Anhänger in der „Rennleitung“ den besten Blick auf die Bahn vor ihm und moderierte das Geschehen für die Gäste an beiden Seiten. „Mehrere Tausend Besucher sind auf dem Gelände“, fügte Kai Meyer aus dem „Rennleitungsteam“ hinzu.

An der Strecke sahen die Zuschauer den Traktoren dabei zu, wie sie die Bremswagen hinter sich herzogen. Und da sich deren Gewicht während der Fahrt immer mehr nach vorne auf die Deichsel schob, war nach rund 30 bis 40 Metern für die meisten Trecker bereits Endstation.

Viele Traktoren stemmten sich gegen das Gewicht, ruckten, bäumten sich auf, kamen noch einige Zentimeter weiter, blieben dann stehen, bis die Hinterräder hinter einen Sandhaufen aufschaufelten. Dann rollte der Bahndienst heran und ebnete die Bahn wieder.

Den Kampf gegen den Bremswagen konnte kaum einer gewinnen. Noch schwieriger wurde es beim „Full Pull“, bei dem die Begleitmannschaft für eine Strecke von 100 Metern noch mehr Gewicht auf die Bremswagen verteilten. „Wir hatten heute bereits einige ,Full Pulls‘“, merkte Christin Voigt an, die vor ihrem PC saß, die Nennungen, das Ergebnis und die Auswertung eintippte und sonst für keinen ansprechbar war. „Wenn man im Traktor sitzt und den Bremswagen zieht, steigt das Blut auf“, so Wolfgang Haase vom Veranstaltungsteam.

Trecker Treck Nindorf

Zum Traktorpulling reisten zwei Teams mit Sportvarianten eines 3,5-Tonners an: das Team „Feldjäger“ um Florian Walter und das Team „Destructive Deere“ um Fahrer Thorge Sievers. „Wir kommen aus Bokel und Stubben aus dem Oldenburger Raum“, erklärte Sievers. „Von Kindesbeinen an besuchen wir solche Rennen. Und unser Traum war es mitfahren zu dürfen. Und den haben wir uns erfüllt“, berichtete der Fahrer. „Im vergangenen Jahr haben wir den Traktor gekauft und starten nun mit einem neuen Team. Derzeit sind wir noch dabei Einstellungen zu optimieren.“

Während das Sportteam „Feldjäger“ einen „Full Pull“ hinlegte und mit dem Bremswagen „Schlitten fuhr“, reichte es für „Destructive Deere“ nur für mehr als 40 Meter. Für das neue Team steht damit noch jede Menge Feintuningarbeit an.

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