Stadt mietet komplettes Gebäude vom DRK-Kreisverband / Standort für Vernetzung

Bahnhof wird zum Info- und Hilfszentrum für Flüchtlinge

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Die Stadt mietet den Bahnhof an.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Ein Teil des Visselhöveder Bahnhofs dient Flüchtlingsfamilien bereits als Unterkunft, der Rest des in die Jahre gekommenen Gebäudes wird schon Ende nächster Woche in eine Art Beratungs- und Informationszentrum für Flüchtlinge aus dem gesamten Stadtgebiet umgewandelt.

„Wir wollen den Bahnhof komplett vom DRK-Kreisverband mieten“, sagte Bürgermeister Ralf Goebel während der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend, Sport und Feuerwehr am Dienstagabend.

Denn nach seiner Aussage seien die Räumlichkeiten, die der DRK-Ortsverband ehemals genutzt habe, ideal geeignet, um den Asylhelfern des Präventionsrats einen zusätzlichen Standort anzubieten, um deren vielfältige Arbeit weiter zu vernetzen. „Schön wäre es, wenn wir schon zum 1. Oktober starten könnten“, so Goebel am Dienstag.

Dem steht wohl nichts entgegen, denn DRK-Kreisgeschäftsführerin Ilse Fleischer bestätigte gestern auf Nachfrage unserer Zeitung, dass das Mietverhältnis zum 1. Oktober beginnen könne. „In den nächsten Tagen wird der Vorstand die entsprechenden Verträge unterzeichnen, aber das ist nur eine Formsache“, so Fleischer, die froh ist, dass die Stadt den gesamten Komplex anmieten will.

Ähnlich gut gelaunt wird nun wohl auch Gustav Stegmann sein, denn für den Vorsitzenden des Visselhöveder Präventionsrats sind Räumlichkeiten für eine Art Sprechstunde zwischen Asylhelfern und Flüchtlingen dringend nötig. „Dort haben die Menschen zu gewissen Stunden einen Ansprechpartner, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch eine Art Selbsthilfewerkstatt für Fahrräder schwebt mir vor.“

Für das doch optisch nicht gerade ansprechende Gelände hat sich Stegmann auch schon etwas überlegt: „Gemeinsam mit Flüchtlingen wollen wir vom Präventionsrat das Grundstück und vielleicht auch das Gebäude wieder auf Vordermann bringen.

Grundsätzlich könne die ehrenamtliche Arbeit der Asylhelfer gar nicht hoch genug gelobt werden, aber dennoch stießen auch diese Leute manchmal an ihre Grenzen. „Darum brauchen wir mehr Paten, die sich um Familien oder auch Einzelpersonen kümmern. Jeweils ein Dreier-Team wäre schon gut, damit die Arbeit nicht an einem Einzelnen hängen bleibt.“

Bürgermeister Goebel sieht die Stadt bei der Flüchtlingsproblematik gut aufgestellt. „Es gibt unter den Bürgern eine große Bereitschaft mitzumachen. Wir sind schon zwei, drei Schritte weiter als andere vergleichbare Kommunen. Aber grundsätzlich wird dieses Thema eine Herausforderung für die nächsten Jahre.“

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