Stadt lässt Baulückenkataster erstellen / Viele Eigentümer wollen nicht verkaufen

Platz für 200 neue Häuser

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Im Visselhöveder Stadtgebiet könnte noch mehr gebaut werden. Man müsse die Grundstückseigentümer kreativ motivieren, ihre Flächen zu verkaufen, so Planer Tamm.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Viele junge Familien würden gerne in Visselhövede in einem kleinen Eigenheim leben. Und auch der Stadt würde das angesichts immer weiter fallender Bevölkerungszahlen sehr gut zu Gesicht stehen. Das Problem: Es gibt nicht genügend stadtnahe Bauplätze. Das Gebiet „Hasenwinkel“ ist dicht und an der „Großer-Kamp-Straße“ gibt es nur noch wenige Flächen. Abhilfe könnte jetzt ein Baulückenkataster schaffen, das aktuell in Arbeit ist.

„Denn wir haben im Stadtgebiet insgesamt 190000 Quadratmeter freie Flächen, die bebaut werden könnten!“ Mit dieser Zahl verblüffte der Stadtplaner Ekkehard Tamm von der AGS-Planungsgesellschaft am Dienstagabend den Visselhöveder Bauausschuss.

„Die rund 100 Flurstücke haben eine Größe von 400 bis zu 1400 Quadratmeter. Rund 200 Baugrundstücke hätten wir im engeren Stadtgebiet zur Verfügung. Einige davon könnten sofort bebaut werden, andere haben noch keinen gültigen Bebauungsplan“, erläuterte Tamm. Der Platz reiche aber für die nächsten 15 bis 20 Jahre, um das Ziel zu verwirklichen, jedes Jahr 36 Einwohner mehr in Visselhövede zu zählen.

Bei der Realisierung von möglichen Bauplänen gebe es zurzeit aber noch weitere kleine Probleme: „Wir haben in Visselhövede das Phänomen, dass wir laut Bodenrichtwertkarte nur Erlöse von 44 bis maximal 50 Euro pro Quadratmeter erzielen“, so Tamm. Die Eigentümer würden außerdem nicht verkaufen, weil sie bei der Bank kaum Zinsen für ihr Geld bekommen.

Außerdem gebe es in Visselhövede keinen Bauträger, der den Grundstückseigentümern die Planungen abnehme. „Also müssen wir kreativ sein, um die Eigentümer zu motivieren, ihre Flächen zu verkaufen und nicht auf die Enkel zu warten, die vielleicht mal bauen wollen“, so Tamm, der noch rund vier Wochen im Auftrag der Stadt am Baulückenkataster arbeitet.

Bürgermeister Ralf Goebel glaubt dennoch, dass man mit dem Kataster auf dem richtigen Weg sei: „Wir können Bauwilligen vielleicht bald neben den klassischen Baugebieten verschiedene Standorte anbieten.“

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