100. 000-Euro-Zuschuss von Stadt und EU

Visselhövede fördert das Projekt „alte Schule Nindorf“

Das alte Nindorfer Schulhaus, 1822 gebaut, soll saniert werden. Die Nachbarsfamilie Klopp hat das Gebäude gekauft und will die Diele den Dorfbewohnern zur Verfügung stellen. - Foto: Wieters
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Das alte Nindorfer Schulhaus, 1822 gebaut, soll saniert werden. Die Nachbarsfamilie Klopp hat das Gebäude gekauft und will die Diele den Dorfbewohnern zur Verfügung stellen. 

Visselhövede - Von Jens Wieters. Ein weiterer Schritt für ein kleines Dorfgemeinschaftshaus in Nindorf ist getan: Der Visselhöveder Bauausschuss stimmte einer Kofinanzierung des Projekts der Familie Klopp zu und empfiehlt dem Verwaltungsausschuss, 18 .000 Euro für die Sanierung der alten Schule zur Verfügung zu stellen.

Anfang vergangenen Jahres hatten Klopps, seit Generationen im Dorf ansässig, die alte Schule aus dem Jahr 1822 gekauft. Sie beabsichtigen, das stark sanierungsbedürftige Fachwerkhaus zu erhalten und zu renovieren. Dazu muss die Fachwerkfassade ausgebessert und zum Teil erneuert werden. Das Haus braucht neue Fester und Türen und es muss komplett gedämmt werden. Des Weiteren werden die Deckenbalken freigelegt und das Ständerwerk wieder hergestellt.

Hohe Heide zahlt 80. 000 Euro

„Die Eigentümer wollen die Diele des Hauses den Nindorfer Einwohnern für Veranstaltungen und als Übungsraum zur Verfügung stellen. Das könnte für Senioren, Kindergruppen interessant sein. Aber auch Kultur wie Musik, Lesungen oder Vorträge könnten dort stattfinden“, berichtete Bauamtsleiter Gerd Köhnken von den Pläner der Familie. Die Mehrfachfunktion des Raumes soll demnach durch die Belebung der Ortsmitte positive Effekte auf das Dorfleben sowie auf die benachbarte Gastronomie haben.

Klopps hatten für ihr Vorhaben einen Antrag bei der EU-Leader-Region Hohe Heide gestellt, der mittlerweile Erfolg hatte: So wurden 80. 000 Euro zuzüglich einer 20-prozentigen Kofinanzierung bewilligt. Die Förderrichtlinien sehen nämlich vor, dass für derartige private Vorhaben eine öffentliche Beteiligung von einen Fünftel erforderlich ist.

18.000 Euro Förderung durch die Stadt

Im Vorfeld hatte sich auch der Nindorfer Ortsrat für das Projekt ausgesprochen und unterstützt den Umbau und den Erhalt der ehemaligen Dorfschule. 2 000 Euro werden aus Ortsratsmitteln zur Verfügung gestellt, sodass die Stadt nur 18. 000 Euro Förderung aufbringen muss. Diese Mittel wurden aber bereits im Haushaltsplan 2018 verankert. Köhnken betonte während der kurzen Beratung, dass die Stadt bei der Finanzierung von vielen Dorfgemeinschafts- oder Schützenhäusern in den Ortsteilen mit im Boot gewesen sei. „Nur in Nindorf gab es solch ein Projekt bisher noch nicht“.

Pamela Helmke (CDU) vermutet, dass das Haus nach der Sanierung eine „Bereicherung für den Ort“ sein werde, und sie dankte der Familie Klopp, dass sie sich für den Erhalt stark mache. Auch Hermann Bergmann (SPD) freut sich über die „klasse Sache, dass solche ortsbildprägenden Fachwerkhäuser durch den Einsatz von Privatleuten erhalten bleiben“.

Veranstaltungen sollten nicht in Konkurrenz stehen

Eckhard Langanke (WiV) findet es „bewundernswert“, mit welchen Mut die neuen Eigentümer an diese Großbaustelle gehen würden und wünschte „viel Glück“. Ausschussvorsitzender Dieter Carstens (CDU) findet die Idee auch grundsätzlich gut, merkte aber an, dass die geplanten Veranstaltungen nicht in Konkurrenz zu den gastronomischen Angeboten im Dorf stehen sollten.

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