Grundsteinlegung für Kleinsporthalle

Mammutprojekt des SSV Wittorf wächst und wächst

 Heiner Warncke (v.l.) und Andreas Jessen mit Bürgermeister Ralf Goebel bei der Grundsteinlegung.
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Die SSV-Vorsitzenden Heiner Warncke (v.l.) und Andreas Jessen mit Bürgermeister Ralf Goebel bei der Grundsteinlegung für die neue Kleinsporthalle.

Der SSV Wittorf baut eine neue Turnhalle. jetzt hat der Verein den Grundstein gelegt.

Wittorf – Hier noch ein paar Centmünzen in die Flasche, die Gründungsmitglied Ewald Sültenfuß besorgt hat. Dort noch schnell die Titelseite der Visselhöveder Nachrichten zusammengerollt, damit auch sie in das Gefäß passt und alles schön feierlich im Porenbetonstein eingemauert: Die Grundsteinlegung der neuen Gymnastikhalle des SSV Wittorf hat reibungslos geklappt.

„Genauso wie auch der ganze Bau zurzeit richtig gut klappt“, freut sich SSV-Vorsitzender Andreas Jessen, dem es vorbehalten war, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Heiner Warncke, den besonderen Stein zu setzen und damit einen weiteren Schritt zur Realisierung des ehrgeizigen Projekts zu gehen.

Die 20 mal 12,5 Meter messende Halle wird auf dem freien Grundstück direkt neben den Tennisplätzen in unmittelbarer Nähe des Vereinsheims gebaut. Es wird auch eine Verbindung zu den bestehenden Umkleidräumen und den sanitären Anlagen entstehen, die später von den Hallensportlern genutzt werden sollen.

Und das sind nicht wenige. Denn von den rund 400 Mitgliedern nutzen viele die Fitness- und Gesundheitskurse. „Zwar steht uns das Dorfgemeinschaftshaus seit Jahren zur Verfügung, und vielen Dank an die Stadt Visselhövede dafür, aber dort sind alle Nebenräume belegt, sodass wir keine Möglichkeit haben, unsere Geräte und Matten oder ähnliche Dinge abzustellen“, begründet Jessen den Bau der Sporthalle.

Der war in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrfach angedacht worden, aber dann doch aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben wurde. Und etwas fehlt noch im DGH: „Das Tanzparkett ist auf Dauer nicht gut für die Gelenke. Ein Schwingboden ist natürlich besser.“

Und so habe sich der Sportverein entschlossen, dass Mammutprojekt zu stemmen. Der SSV-Vorstand habe zwar mit ganz spitzer Feder gerechnet, dennoch werde aktuell mit einer Bausumme von etwa 370 000 Euro kalkuliert, sagt Vorsitzender Andreas Jessen, „Das liegt auch darin begründet, dass die Materialkosten aktuell nahezu explodieren.“

Aber zum Glück wird der 1962 gegründete Sportverein, der die Einweihung der Halle gerne zum 60. Geburtstag feiern würde, bei der Finanzierung nicht allein gelassen: „Zwei Drittel der Kosten bekommen wir als Förderung von der Stadt Visselhövede, dem Landkreis und dem Landessportbund“, dankt Jessen an dieser Stelle. Aber dennoch bleiben gut 120 000 Euro übrig. „Wir hoffen natürlich auf einige Sponsoren und Unterstützer aus der Region, müssen auch an unsere Rücklagen ran und ein Darlehen aufnehmen.“

Aber nur so könne die sportliche Entwicklung des Vereins im Dorf, wo jeder Zweite Mitglied bei uns ist, vorgebracht werden“, so Jessen, der betont, dass die Angebote gerade im Bereich Gesundheit und Fitness immer mehr nachgefragt würden. „Und schon lange nicht mehr nur von Interessierten aus Wittorf, sondern von Sportlern aus dem gesamten Raum Visselhövede.“

Die Dimensionen der Sporthalle lassen sich im Rohbau schon erahnen.

Wenn die Halle fertig sei, hätten alle Sparten ihr Zuhause an einem Standort. „Das Vereinsgelände ist dann zentraler Anlaufpunkt.“b Die Halle wird in Massivbauweise, also Stein auf Stein, nach modernsten energetischen Gesichtspunkten entstehen. Obendrauf kommt ein Pultdach. Im Innern wird der eigentliche Sportbereich die größte Fläche einnehmen, aber auch Geräteräume für die Trainingsutensilien werden integriert.

Aber bis dahin müssen die Sportler aber erst mal kräftig in die Hände spucken, aber auf die tatkräftige Hilfe der Mitglieder und der Einwohner kann der Vorstand setzen. „Das hat sich in den vergangenen Wochen gezeigt“, betonen Jessen und Warncke, die Ende Oktober den Bau „dicht und winterfest“ haben wollen.

Für die Stadt sei es damals keine Frage gewesen, das Vorhaben des SSV zu unterstützen. „Die Pläne und auch die Finanzierung wurden so überzeugend vorgetragen, dass die Politiker über den Zuschuss nicht lange diskutieren brauchten“, so Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel während der Grundsteinlegung. Solch ein Bau mit der enormen Eigenleistung sei nicht nur gut für den Sportverein, sondern sorge auch dafür, dass sich die Menschen mehr mit ihrem SSV und ihrem Dorf identifizieren würden. „Besser geht es nicht.“

Auch Wittorfs Ortsbürgermeister Heiner Gerken (Grüne) beglückwünschte den Verein und findet es toll, dass „die Idee nicht nur eine Idee geblieben ist, sondern auch realisiert wird“. Denn der Verein bestünde nicht nur aus einigen Fußballmannschaften, sondern sei mit seiner Vielzahl von Angeboten sehr breit aufgestellt, so Gerken, der hoffentlich schon bald „Volleyball in der neuen Halle spielen“ kann. „Da freu ich mich drauf.“

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