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Simbav-Treffpunkt in Visselhövede will sein Angebot erweitern

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Von: Judith Tausendfreund

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Ina Helwig (v.l.), Maren Ehlers und Marlen Kulau
Die Simbav-Projekte in Visselhövede leiten Ina Helwig (v.l.), Maren Ehlers und Marlen Kulau. © Tausendfreund

Das Familienforum Simbav wird in Visselhövede stärker gefördert. Dafür gab es nun im Ausschuss für Soziales, Sport, Kultur, Senioren und Jugend Informationen, wie das Geld verwendet wird.

Visselhövede – Mehr Fördergeld für den Familienverein Simbav, der im Visselhöveder Haus der Bildung verschiedene Angebote vor allem für Familien bereithält, bedeutet auch mehr Informationen darüber, wofür das Geld ausgegeben wird. Darum klärten die Simbav-Mitglieder Ina Helwig, Maren Ehlers und Marlen Kulau den Ausschuss für Soziales, Sport, Kultur, Senioren und Jugend auf.

Hintergrund der Erhöhung des Fördergeldes von ehemals 5 400 auf 9 500 Euro sind auch die Mietkosten, die dem Verein inzwischen entstehen. Bisher konnte Simbav die Räume im Haus der Bildung kostenfrei nutzen. Dies hat sich geändert, allerdings bietet der Verein nun auch einen „Düt & Dat – Treffpunkt für Familien“ an und hat sein Angebot erweitert.

„Seit Anfang des Jahres sind wir in der neuen Form in Visselhövede präsent, vorher konnten wir Eltern-Kind-Gruppen hier anbieten“, so Helwig. Es sei seit Jahren ein Wunsch der Eltern gewesen, „Düt & Dat“ auch an der Vissel anzubieten. Das Besondere sei, dass dort ein Austausch der Eltern untereinander gefördert werde. Der Treffpunkt biete auch einen Kleidertausch für Eltern an. Dabei stünde nicht das Thema Geldsparen im Vordergrund. „Kinderkleidung weiterzugeben ist nachhaltig“, so Helwig. Gut sei, dass der Treffpunkt von Menschen aus allen Schichten genutzt werde. „Das ist kein Laden für arme Eltern, sondern ein Forum für alle“, führte sie aus.

Das Angebot umzusetzen, bedeute aber auch eine finanzielle Herausforderung: „Wir gehen da ins Risiko und müssen das über Spendengelder kompensieren“, betonte die Simbav-Leiterin. In den kommenden Jahren wolle man das Angebot ausweiten, um auch für Eltern älterer Kinder etwas anzubieten.

Helwig verdeutlichte auch, dass durch die Schließung des Hauses der Bildung in Corona-Zeiten das niedrigschwellige Angebot den Kindern und Eltern gefehlt habe.

Ehlers und Kulau bestätigten, dass das neue Angebot von den Eltern schon sehr gut angenommen werde. Von montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 17.30 Uhr stünden die Türen des Treffpunkts offen. „Die langen Öffnungszeiten werden sehr gut angenommen“, so Ehlers, die den Treffpunkt ehrenamtlich leitet.

Elke Motzkau hatte dem Ausschuss zudem Neuigkeiten aus dem Präventionsrat mitgebracht. Unter anderem hätten 16 neue Paten für die Flüchtlingsarbeit ihre Arbeit aufgenommen. Mathias Haase, der stellvertretend für Bürgermeister André Lüdemann an der Sitzung teilnahm, betonte, dass der Dank an den Präventionsrat und die Paten sehr groß sei. „Wenn wir diese Unterstützung nicht hätten, wir wüssten nicht, wie wir das bewältigen sollten“, so Haase. Es seien zum Glück viele Wohnungen für die Flüchtlinge angeboten worden, aber diese müssten auch alle ausgestattet werden. „Das ist ein enormer Aufwand“, betonte er. Andere Aufgaben müssten teilweise warten.

Ina Helwig betonte, dass auch die Flüchtlingspaten sowie die Flüchtlinge selbst sich an Simbav wenden könnten. Angebote wie der Elterntreffpunkt seien gerade für die angesprochene Zielgruppe da, um sich auszutauschen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Gisela Dettmer, Vertreterin des Seniorenbeirats, ergänzte die zahlreichen Informationen mit News aus ihrem Beirat. In der Corona-Zeit habe die Arbeit geruht, zuletzt konnte aber ein erstes Generationen-Frühstück organisiert werden. „Wir hatten immerhin 45 Teilnehmer, früher waren es um die 100“, so Dettmer. Sie bedankte sich auch für die Unterstützung, die der Beirat erfahren habe, als es darum ging, die Jubiläumszeitschrift zu drucken.

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