Drei Lampen bleiben dunkel

Seit gut elf Monaten brennt kein Licht „Am Stadtpark“

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Anja Heintze-Haase hätte gerne wieder Licht an der Straße „Am Stadtpark“.

Visselhövede - Von Jens Wieters. „Wir fliegen zum Mond und darüber hinaus, sind aber offenbar nicht in der Lage, eine vernünftige Straßenbeleuchtung zu installieren!“ Anja Heintze-Haase hat – gelinde gesagt – die Faxen dicke. „Denn seit dem 15. Dezember 2016 wird unsere Straße ,Am Stadtpark‘ nicht mehr beleuchtet“, klagt die Visselhövederin.

Damit wird das nächste Kapitel der augenscheinlich unendlichen Geschichte der Straßenbeleuchtung aufgeschlagen. Denn bei der Umstellung der alten Quecksilberdampflampen und der maroden Leitungen, die seit vielen Jahrzehnten tief unter der Erde liegen, auf moderne LED-Technik lief nichts wie am Schnürchen. Mal brannten die Lampen an der Bahnhofstraße und am Rohlmannshof gar nicht, dann nur kurz. Mal waren die Leitungen nicht mit moderner Technik kompatibel, mal leuchteten die Lampen auch am Tage. Das haben die Techniker nach vielen Stunden der Fehlersuche aber mittlerweile im Griff. „Nur bei uns ist es nach wie vor zappenduster. Es ist ein Wunder, dass jetzt in der dunklen Zeit noch niemand gestürzt ist und sich die Knochen gebrochen hat“, so Heintze-Haase.

Drei Lampen stehen an der kleinen Stichstraße, die von der Friedrich-Ebert-Straße abzweigt und in einem Wendehammer endet. „Aber keine brennt, und das seit mittlerweile fast genau einem Jahr“, so Heintze-Haase, die sich in ihrer Not bereits mehrfach an das Bauamt der Stadt gewandt hat. In den vergangenen Wochen sogar fast wöchentlich. „Im Winter hatte ich noch Geduld. Es kann ja mal passieren, dass die Technik kaputt geht. Dann kam die hellere Jahreszeit, aber da jetzt immer noch alles dunkel ist, werde ich langsam sauer“, sagt Heintze-Haase, die alle Gespräche genau dokumentiert hat.

Avacon hat seit Juni Auftrag

Im Rathaus nimmt man ihre Sorgen sehr ernst, weist aber die Schuld an der Misere von sich. „Das Unternehmen Avacon hat bereits seit Juni einen Auftrag von uns, sich um die Lampen an der Straße zu kümmern“, so die städtische Bauingenieurin Gaby Behrens. Aber bisher sei noch nichts geschehen, obwohl „ich mindestens einmal in der Woche telefonisch und per Mail nachhake“, betont Behrens. Sie gibt aber auch zu, dass man sich den Sommer über wegen vieler anderen Arbeiten nicht so intensiv mit dem Störfall beschäftigt habe, zumal in dem Bereich ja auch ein kleines Baugebiet entstünde, für das Tiefbauarbeiten notwendig gewesen seien.

Darum konnte Avacon damals wohl noch nicht tätig werden und außerdem war es im Sommer frühmorgens und spätabends hell. „Aber jetzt ist Eile geboten“, so Behrens. „Zumal ja auch Schulkinder die kleine Straße auf dem Weg zum Stadtpark nutzen“, wie Anja Heintze-Haase unterstreicht. Aus dem Hause Avacon war auf Nachfrage unserer Zeitung am Montag zu hören, dass man sich jetzt umgehend des Problems annehmen werde und schon in den nächsten Tagen mit Helligkeit an der Straße zur rechnen sei.

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